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Campus - 15.07.2026 - 09:30 

Mehr Solarstrom, weg von fossiler Energie: HSG erneuert den Campus weiter

Auf dem Dach des HSG-Hauptgebäudes entsteht im Sommer 2026 eine neue Photovoltaik-Anlage. Mit allen ihren Solaranlagen kann die HSG mehr als 20 Prozent ihres jährlichen Strombedarfs auf dem Campus selbst produzieren. Ab Winter 2026/2027 wird die Wärme- und Kälteversorgung komplett nachhaltig umgebaut.
Der Aufbau des Baugerüstes auf dem HSG-Hauptgebäude. Auf dem Dach wird eine neue PV-Anlage erstellt.

Aktuell ist Alberto Giacomettis Skulptur «Stehende» im obersten Stock des HSG-Hauptgebäudes hinter Holzbrettern verborgen. Direkt über der Bronzefigur des weltberühmten Schweizer Bildhauers wird eines von 13 Oblichtern ersetzt. «Mit der Verschalung der Skulptur schliessen wir das Risiko einer Beschädigung soweit möglich aus», sagt Markus Steiner, Leiter Bau + Technik der HSG. Gleichzeitig wird das Dach des 1963 eingeweihten, denkmalgeschützten Hauptgebäudes saniert und mit einer neuen PV-Anlage ausgestattet.

Diese Anlage auf dem Hauptgebäude ist bereits die fünfte PV-Anlage, die innerhalb von sechs Jahren auf dem Campus in Betrieb geht. Die bislang grösste entstand 2023 auf dem Dach der Sportanlagen – auf Initiative von Studierenden, Dozierenden und Mitarbeitenden. «Wir können mittlerweile über 20 Prozent unseres Strombedarfs mit Sonnenenergie abdecken», sagt Steiner. 

Enges Zeitfenster für den Bau

Markus Steiner, Leiter Bau + Technik der HSG, vor der Holzverschalung, die das Giacometti-Kunstwerk schützt.

Hier, auf dem Dach des HSG-Hauptgebäudes, wird eine neue PV-Anlage erstellt.

Einblick ins Lüftungssystem der HSG-Mensa. Dieses wird mit energieeffizienten Komponenten aufgerüstet.

Wo sonst Studierende lernen, ist nun für die Baustelle abgesperrt - Blick in den sogenannten Tête des Hauptgebäudes.

«Wir können mittlerweile über 20 Prozent unseres Strombedarfs mit Sonnenenergie abdecken.»
Markus Steiner, Leiter Bau + Technik an der HSG

Die Arbeiten müssen erfolgen, wenn der Vorlesungsbetrieb ruht. Das Hochbauamt des Kantons St.Gallen koordiniert die Sanierung gemeinsam mit dem Team Bau + Technik der HSG; lokale Unternehmen führen sie aus. «Der Zeitplan ist relativ sportlich, weil wir nur während der wenigen Wochen der Sommerpause bauen können», sagt Steiner. Dass alles klappt, ist wichtig, weil mit den Arbeiten an den technischen Anlagen vom Haupt- und Mensagebäude der HSG quasi das Herzstück der Uni betroffen ist. 

Neben den Dacharbeiten tauschen die Arbeitenden auch die Schaltschränke der Gebäudeautomation aus. Diese Schaltschränke sind beispielsweise für die Regelung der Lüftungs- und Kälteanlagen zuständig. In den Lüftungsanlagen selbst werden zudem energieeffiziente Komponenten eingebaut.

Spätestens wenn während der StartWoche vom 7. bis 11. September über 2000 neu eintretende Studierende die HSG besuchen, muss der Campus mit seinen Gebäuden wieder bereit sein. 

Dabei sind die Arbeiten durchaus aufwändig: Auf dem Hauptgebäude wird für die Sanierung ein Gerüst inklusive Notdach errichtet. Zudem werden alte Blechverschalungen zurückgebaut, die frühere Lüftungssysteme abdeckten. «Damit stellen wir möglichst den ursprünglichen Zustand des denkmalgeschützten Gebäudes wieder her», sagt Steiner. Weiter erhalten einzelne Seminarräume Akustikpaneele an der Decke.

Erdwärme statt Öl und Gas

Wenn alles nach Plan läuft, beginnen im Winter 2026/2027 in Campusnähe zudem die Bohrungen für Erdsonden. Die daraus gewonnene Energie soll zusammen mit Wärmepumpen künftig Wärme und Kälte für den Campus liefern. Damit wird die HSG ihre bisherige Versorgung mit Öl und Gas ablösen.
 

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