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Campus - 11.06.2026 - 13:00 

HSG-Studierende engagieren sich für Frauen in Tansania

Vier HSG-Studierende haben den Verein WAVE gegründet, um Frauen in Tansania zu unterstützen. Gemeinsam mit einer lokalen NGO fördern sie kleine, von Frauen geführte Betriebe und erleichtern Schülerinnen den Zugang zu Bildung. Die HSG-Studierenden arbeiten auch vor Ort unentgeltlich mit.
Frauen in Kigoma, Tansania. (Bild: zvg/CIVISCE)
Die HSG-Studierenden hinter dem Projekt WAVE: Viola Suter, Henri Pinar, Cinzia Bertea, Nicolas Greiner (von links oben im Uhrzeigersinn).

Vier Freunde studieren an der HSG; drei von ihnen stehen kurz vor dem Abschluss. «Wir möchten jetzt, wo wir als Studierende noch sehr flexibel sind, etwas zurückgeben», sagt Nicolas Greiner. Der HSG-Masterstudent hat gemeinsam mit seinen Studienfreund:innen Cinzia Bertea, Viola Suter und Henri Pinar den Verein «WAVE - Women in Africa Venturing Education» gegründet. Im Juli 2026 reisen die vier im Juli in die Hafenstadt Kigoma im Westen Tansanias. Dort starten sie gemeinsam mit der lokalen NGO Clear Vision for Change (CIVISCE) zwei Programme für Frauen und Mädchen.  

Kigoma zählt zu den ärmsten Regionen des Landes: Rund 49 Prozent der Bevölkerung leben von weniger als drei Dollar pro Tag. Die Studierenden finanzieren ihre Arbeit durch Spenden von Stiftungen und Privatpersonen; Reise und Unterkunft tragen sie selbst. Vor Ort engagieren sie sich einen Monat lang ehrenamtlich. 

Lokale Kleinunternehmen stärken 

Das Programm «She Builds» unterstützt rund 20 von Frauen geführte Kleinunternehmen, darunter Seifenproduzentinnen, Näherinnen, Geflügelzüchterinnen und Fischhändlerinnen. «Gemeinsam mit CIVISCE haben wir die Unternehmerinnen befragt, um ihre Bedürfnisse besser zu verstehen», sagt Bertea. «So können wir auf die tatsächlichen Herausforderungen vor Ort eingehen.» 

Die Unterstützung umfasst Schulungen in den Bereichen Buchführung, Finanzplanung, Produktentwicklung und Kundengewinnung. Während ihres vierwöchigen Aufenthalts coachen die Studierenden die Unternehmerinnen intensiv. «Durch unsere unterschiedlichen Studienrichtungen können wir verschiedene Fachkenntnisse einbringen», sagt Bertea. Zudem erhalten diese Arbeitsmaterialien wie Kühlschränke, Näh- oder Brutmaschinen, die ihre Produktivität steigern. 

Ziel sei es, die Betriebe langfristig profitabler zu machen und so die wirtschaftliche Lage der Frauen zu verbessern. Damit die Wirkung über die Abreise hinaus anhält, prüft WAVE gemeinsam mit weiteren Organisationen, wie sich das Programm fortführen lässt. 

«Wir möchten jetzt, wo wir als Studierende noch sehr flexibel sind, etwas zurückgeben.»
Nicolas Greiner, HSG-Student
Frauen auf einem Markt in Kigoma. (Bild: zvg/CIVISCE)

Regelmässiger Schulbesuch für Mädchen 

Das zweite Programm «Pad Power» stellt Schülerinnen kostenlos wiederverwendbare Binden zur Verfügung. «Viele junge Frauen können während ihrer Periode die Schule nicht besuchen, weil sie sich Menstruationsprodukte nicht leisten können», erklärt Bertea. Die wiederverwendbaren Produkte sind waschbar und bis zu 18 Monate einsetzbar. So können die Mädchen regelmässiger am Schulunterricht teilnehmen.  

Neben der Verteilung der Produkte führt WAVE gemeinsam mit CIVISCE eine Aufklärungskampagne durch: Die Schülerinnen lernen, wie sie die Binden richtig verwenden und pflegen, und erhalten Wissen rund um Menstruation und Hygiene. CIVISCE bringt die Produkte an die Schulen der Region und begleitet die jungen Frauen vor Ort. 

Studierende bringen Erfahrung aus Freiwilligenarbeit mit  

Die vier HSG-Studierenden betonten, dass sie mit dem Projekt möglichst konkret etwas bewirken wollen – dafür haben sie seit Dezember 2025 viel Arbeit investiert. Alle Studierenden haben bereits Erfahrung in der Freiwilligenarbeit: Sie unterrichteten jeweils mehrere Wochen lang Englisch für Schulkinder in der Mongolei und in Brasilien. Dies im Rahmen von PIECES, einer von rund 150 studentischen Vereinen an der HSG. 

«Dabei haben wir gelernt, flexibel zu bleiben, egal wie gut man sich vorbereitet», sagt Greiner. «Genau diese Herausforderung suchen wir..» 

 


Wer für das Projekt spenden will, findet auf der Linkedin-Seite des Projekts die Kontaktdaten.

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