close

Konsumausgaben in der Schweiz

Wofür geben Konsumentinnen und Konsumenten in der Schweiz Geld aus? Um dies zu eruieren, setzt man am besten direkt an der Quelle an. Also dort, wo bezahlt wird. Da der Anteil an Barzahlungen in der Schweiz laufend zurückgeht (vgl. Swiss Payment Monitor), kommt den Bezahlterminals in Geschäften, Restaurants etc. dabei besondere Bedeutung zu. Im Rahmen von zwei Projekten an der Universität St.Gallen (HSG) werden die entsprechenden Daten aufbereitet und visualisiert. Dies erlaubt es, Konsummuster zu erkennen und die volkswirtschaftlichen Auswirkungen besonderer Ereignisse oder saisonaler Effekte nachzuzeichnen. Und zwar lange bevor Statistiken von offizieller Seite vorliegen. Für Forschende aber auch Unternehmen ermöglicht dies wichtige Erkenntnisse, so etwa zur Konsumentenstimmung. 

Monitoring Consumption Switzerland

Die Initiative Monitoring Consumption Switzerland visualisiert das Volumen von Kartentransaktionen in der Schweiz (Debit- und Kreditkarten sowie mobiles Bezahlen). Dies erlaubt Rückschlüsse auf die Konsumentenstimmung im Inland sowie auf volkswirtschaftliche Effekte von Grossereignissen wie beispielsweise der Eurovision Song Contest oder Sportgrossveranstaltungen.

Monitoring Consumption Switzerland ist eine Initiative, die von der HSG koordiniert wird, mit Unterstützung von Worldline. Betrieben wird die Plattform von einem Team rund um Prof. Matthias Fengler (Chair of Financial Econometrics) und Prof. Winfried Koeniger (Swiss Institute for Empirical Economic Research).

Verwendet werden aggregierte und anonymisierte Zahlungsdaten, um die Konsumausgaben in der Schweiz zu erfassen. Unterschieden werden zudem inländische und ausländische Karten. Es handelt sich um repräsentative Daten, da eine deutliche Mehrheit der Kartentransaktionen in der Schweiz berücksichtigt wird. Alle Daten sind auf der entsprechenden Website frei zugänglich. Eigentümer der derzeit jeweils wöchentlich aktualisierten Daten ist Worldline (Terminal-Acquiring-Daten).

Kartentransaktionen in der Schweiz (wöchentlicher Skalenwert)

Diesen Inhalt aktivieren

Inhalt erfordert Bestätigung

Akzeptieren
Mehr

Die Grafik zeigt das Transaktionsvolumen der mit Karten in der Schweiz getätigten Ausgaben pro Woche, skaliert mit dem durchschnittlichen täglichen Transaktionsvolumen im Januar 2020. Laufendes Jahr in Rot.

Weitere Datenanalysen und -visualisierungen sowie Blog-Artikel zu deren Interpretation über längere Zeiträume sowie im Kontext von Einzelereignissen gibt es auf: monitoringconsumption.com.

Kontakt

Consumer Spending Index

Die Initiative Consumer Spending Index geht noch etwas tiefer, indem sie die Ausgaben über längere Zeithorizonte vergleichbar macht. Dafür wird eine Korrektur vorgenommen, die Veränderungen der in der Stichprobe enthaltenen Anzahl von Händlern und des Zahlungsverhaltens (Bar- versus Kartenzahlung) adressiert. Der konstruierte Index für Konsumausgaben visualisiert die Konsumausgaben in der Schweiz nach Regionen und Ausgabenkategorien. So lassen sich belastbarere Aussagen machen und es lässt sich feststellen, wie Konsummuster sich mittel- und langfristig verändern. 

Consumer Spending Index ist eine Initiative der HSG mit Unterstützung von Worldline. Betrieben wird die Plattform von einem Team rund um Prof. Matthias Fengler (Chair of Financial Econometrics) und Prof. Winfried Koeniger (Swiss Institute for Empirical Economic Research). Verwendet werden aggregierte und anonymisierte Zahlungsdaten, um die Konsumausgaben in der Schweiz zu erfassen. Es handelt sich um repräsentative Daten, da eine deutliche Mehrheit der Kartentransaktionen in der Schweiz berücksichtigt wird. Alle Daten sind auf der entsprechenden Website frei zugänglich. Eigentümer der Daten ist Worldline (Terminal-Acquiring-Daten). Die Auswertungen auf der Website werden jeweils einmal monatlich aktualisiert, jeweils in der zweiten Woche eines Monats. 

Ausgabenwachstumsraten im Jahresvergleich nach Region und Händlerkategorie

Die Grafik zeigt die Zusammensetzung der Veränderungen der monatlichen Konsumausgaben nach Regionen und Ausgabenkategorien im Vergleich zum selben Monat im Vorjahr. Die Veränderung insgesamt (unten rechts) wird aufgeschlüsselt in die 7 Grossregionen und 6 Ausgabenkategorien.

Eine ausführliche Dokumentation zum Index findet sich im White Paper

north