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Campus - 18.06.2026 - 08:30 

Hoodies, Champagner und Biber: Der HSG-Shop verkauft ein Stück Unileben

Für viele Studierende markiert der HSG-Hoodie einen Meilenstein im Studium. Doch der HSG-Shop bietet weit mehr als den beliebten Klassiker. Zwischen regionalen Spezialitäten, Souvenirs und neuen Produktideen spiegelt sich ein Stück HSG-Kultur.
Shopleitern Susanne Knaus.

Unter HSG-Studierenden gilt ein ungeschriebenes Gesetz: Den HSG-Hoodie trägt man erst, wenn das Assessmentjahr bestanden ist. Der Hoodie ist eine Art Ritterschlag – und zugleich eines der meistverkauften Produkte im HSG-Shop. Im Ladenlokal im Bibliotheksgebäude gibt es, nach dem Vorbild US-amerikanischer Colleges, eine breite Palette an Produkten mit HSG-Logo: von Socken über Tennis- und Golfbälle sowie Büroartikel und Regenschirme bis hin zu Lebensmitteln, Taschen und Portemonnaies.

«Zu unseren Top 3 zählen neben dem Hoodie der HSG-Champagner und die HSG-Baseballcaps», sagt Susanne Knaus. Die 41-Jährige leitet den HSG-Shop seit Dezember 2025. Sie steht täglich selbst im Shop und ist im direkten Austausch mit der Kundschaft. «Besonders wichtig sind für mich auch unsere fünf studentischen Mitarbeitenden. Sie sind mein Bindeglied zu den Studierenden und helfen mir zu verstehen, welche Produkte bei ihnen gut ankommen.»

Der Hoodie prägt die HSG-Community inzwischen auch über die Studierendenschaft hinaus: Seit Anfang 2026 erhalten neu eintretende Mitarbeitende der Universität einen HSG-Hoodie als Willkommensgeschenk.

Shop als kleines Unternehmen an der HSG

Dass an der HSG unternehmerisches Denken grossgeschrieben wird, zeigt sich auch im Shop selbst. Dieser ist als GmbH organisiert, wirtschaftet eigenständig, zahlt Miete für Laden- und Lagerräume und beschäftigt insgesamt sieben Mitarbeitende – darunter Knaus in einem Vollzeitpensum. «Gleichzeitig legen wir Wert darauf, unsere Produkte möglichst nachhaltig und regional zu bezie-hen. Das hat seinen Preis», sagt sie. Gesellschafter der GmbH sind die HSG sowie HSG Alumni.

Nachhaltigkeit bedeutet konkret: Sämtliche Textilien werden in Europa produziert und sind nach dem Global Organic Textile Standard (GOTS) zertifiziert. Bei den Lebensmitteln setzt der Shop auf lokale Partnerschaften. So produzierte die St.Galler Bäckerei Gschwend zu Ostern 2026 einen HSG-Osterhasen in limitierter Auflage. Ebenfalls im Sortiment sind Pralinés von Praliné Scherrer sowie Schokolade von Bonneheure, einer Chocolaterie, die von einer HSG-Absolventin gegründet wurde.

Auch innerhalb der Universität entstehen Produkte für den Shop. Die School of Computer Science fertigt mithilfe eines 3D-Druckers massstabsgetreue Miniaturen der Skulptur von Josef Felix Müller an, deren Original im Bibliotheksgebäude ausgestellt ist.

HSG-Bär mit Hoodie

«Wir sind offen für neue Ideen und können über unsere Lieferanten auch kleinere Stückzahlen reali-sieren», sagt Knaus. Zu den wichtigsten Kundengruppen zählen die HSG-Institute, die den Shop für kleine Kundengeschenke nutzen. Besonders umsatzstark sind zudem die Graduation Days. «Viele Studierende sichern sich ein Souvenir, bevor sie die Universität nach ihrem Abschluss verlassen.» Natürlich hat der Shop auch einen Onlineauftritt, doch die meisten Artikel werden klassisch vor Ort verkauft.

Knaus selbst interessiert sich stark für Mode. Sie besucht regelmässig Modeschauen in der Region und bringt ihre Kreativität auch in die Weiterentwicklung des Sortiments ein. Das Verkaufsgeschäft hat sie von Grund auf gelernt: Nach einer Lehre im Detailhandel folgten Stationen im Textilhandel, unter anderem bei Bonita.

An Ideen für neue Produkte mangelt es ihr nicht. Geplant ist unter anderem ein Bär als HSG-Maskottchen, der natürlich einen Hoodie trägt. 



Hier geht’s zum HSG-Shop.
 

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