Campus - 12.08.2026 - 08:00
«An der HSG sind die Studierenden ambitioniert. Gleichzeitig fiel mir auf, dass viele die Grundlagen von Leistung wie Schlaf, Ernährung und Bewegung vernachlässigen», sagt Jan Kessler. Der heute 25-jährige Bachelorstudent gründete deshalb im September 2025 den Human Performance Club – einen von rund 150 studentischen Vereinen an der HSG.
Zu Beginn wollte der Club HSG-Studierenden mit Workshops, Keynotes und Trainings gesunde Leistungsfähigkeit näherbringen. So entstand im Herbst 2025 gemeinsam mit dem HSG-Unisport die Health Week. Mehr als 500 Studierende nahmen daran teil, besuchten Yogakurse, wagten sich ins Eisbad oder hörten Vorträge zu Training, Ernährung und Regeneration.
Inzwischen hat sich der Anspruch des Vereins erweitert. «Wir wollen Menschen aus den Bereichen Gesundheit und Performance vernetzen – von Studierenden über Startups bis hin zu Investor:innen und Expert:innen», sagt Kessler. Ein besonderer Fokus liege auf der Vernetzung von ETH- und HSG-Studierenden. «Sie bringen unterschiedliche Kompetenzen mit, die sich gerade für Startup-Gründungen gut ergänzen.»
Unterstützt wird der Club von einem Advisory Board mit Persönlichkeiten aus Medizin und Unternehmertum. Dazu gehören unter anderem der St.Galler Arzt Patrick Noack, der bereits drei Schweizer Olympiadelegationen betreute, sowie HSG-Absolvent Tobias Reichmuth, Gründer mehrerer Unternehmen und Investor im Longevity-Bereich.
Zum Start des Herbstsemesters 2026 setzt der Human Performance Club einen Schwerpunkt auf das Thema Longevity. Am 23. September organisiert er im SQUARE das HSG Longevity Forum. Den Auftakt bilden Pitches von fünf Health-Startups, darunter ZoneIn, ein Startup für mentale Gesundheit der HSG-Absolventin Carmel Imhof. In der Jury sitzt unter anderem Marc Bernegger, Co-Founder des Longevity-Investors Maximon.
Ergänzt wird das Programm durch Panels zu Longevity als Wirtschaftsmarkt, Frauengesundheit sowie den gesellschaftlichen Folgen des demografischen Wandels. Ein Fireside Chat mit Tobias Reichmuth und Diskussionen mit dem Publikum runden den Anlass ab. Auch darüber hinaus plant der Club für das Studienjahr 2026/27 weitere Veranstaltungen auf dem Campus. Zu den bisherigen Gästen gehörte etwa der Ostschweizer Bobfahrer und mehrfache Olympiamedaillengewinner Beat Hefti, der gemeinsam mit Patrick Noack über langfristige Trainingsplanung im Spitzensport sprach.
«Die Schweiz hat im Bereich Longevity grosse Vorteile», sagt Kessler. «Sie gehört weltweit zu den innovationsstärksten Ländern, verfügt über eine hohe Lebenserwartung und eine starke forschungsintensive Industrie.» Diese Voraussetzungen gelte es zu nutzen, um bessere Gesundheit für möglichst viele Menschen zugänglich zu machen. Dieser gesellschaftliche Anspruch motiviere ihn.
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