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Campus - 13.05.2026 - 09:15 

Acht Startups schliessen HSG START Accelerator ab

Drohnen, die durchs Feuer fliegen, einfache und günstige Krebsfrüherkennung oder eine Matratze, die den Schlaf optimiert: Das sind einige Ideen, die die acht Startups verfolgen, die den HSG START Accelerator in den letzten Monaten absolviert haben. Zum Abschluss des Programms stellten sich die jungen Unternehmen einem Publikum vor.

«Startups sollten nicht nur vom Produkt her denken. Die beste Technologie nützt nichts, wenn man die Bedürfnisse von Kunden nicht völlig versteht, ihren Alltag, ihre Herausforderungen», sagte Nimrod Malinas. Der junge Robotik-Unternehmer aus Altstätten (SG) sprach am Dienstag, 12. Mai, im Switzerland Innovation Park am Demo Day der zweiten Durchführung des HSG START Accelerator zum Publikum. An diesem Tag stellten die acht Startups, die den HSG START Accelerator in den letzten Monaten absolviert haben, ihre Geschäftsideen vor.

Nach den Pitches der Startups sagte Malinas: «Jeder Pitch drehte sich um ein echtes Problem. Echte Fabriken, echte Krankenhäuser, echte Kunden. Kein 'Wir bauen die Zukunft von...'. Nur schwierige Probleme, die gelöst werden müssen.»

Das Startup-Förderprogramm HSG START Accelerator mit Sitz in St.Gallen hat das Ziel, europäische DeepTech-Startups in der frühen Wachstumsphase durch professionelle Begleitung und ein dediziertes Programm auf die Skalierung vorzubereiten. Die Startups erhalten ein enges Coaching, sie werden in ein Netzwerk von Investor:innen eingeführt und sollen so "investor-ready" gemacht werden. Das Programm ist das Ergebnis einer gemeinsamen Initiative der Universität St.Gallen (HSG), der START Foundation und dem Switzerland Innovation Park Ost (SIP Ost). Finanziell gefördert wird es vom Kanton St.Gallen, weiteren Stiftungen und privaten Geldgebern.

Der Rückblick auf die zweite Durchführung in den letzten Monaten ist beeindruckend: 200 Startups aus 27 Ländern hatten sich ursprünglich beworben, acht wurden ausgewählt. Diese hatten während des Accelerators in den vergangenen Monaten insgesamt 72 Kontakte zu Investoren und 167 Industriestunden - also Besuche bei Unternehmen, um Ideen und Produkte zu diskutieren. 

Investitionen in Aussicht

Am Demo Day nun stellten die Startups vor, was ihre Ideen sind und wo sie stehen. Im Publikum im Startfeld sassen Interessierte und auch Investor:innen. Auch sonst haben die Startups die Aussicht auf Investitionen, die vom einem unabhängigen Investorenausschuss gemeinsam mit dem Stiftungsrat vergeben werden: Möglich sind während dieser Durchführung der zweiten Kohorte bis zu 200'000 Franken an Investitionen für ausgewählte Startups.

 

Die präsentierenden Startups: 

•    Aithon Robotics (Drohnen für Inspektionsarbeiten)
•    ExoSphere (Früherkennung von Krebs per Blutprobe) 
•    FireDrone (Drohnen für extreme Einsatzbedingungen),
•    Lightlink Instruments AG (Hyperspektralkameras)
•    NoxBlanc (individualisierte Schlafsysteme),
•    optohive (tragbare Gehirnbildgebung)
•    SurfAce Cleantech (Beschichtungstechnologie für nachhaltige Verpackungen)

Zum Abschluss des Abends stellten sich Vertreter von START Global vor. Die Organisation ist gänzlich von HSG-Studierenden getragen und organisiert jeweils im März den START Summit, Europas grösste Startup-Konferenz, in St.Gallen. 

Ein Apéro im Anschluss bot Gelegenheit, sich auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen. Zudem läuft bereits die Bewerbungsfrist für den nächsten Batch des HSG START Accelerator. 

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