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Campus - 10.11.2022 - 14:35

Kunstschaffende bespielen den SQUARE der HSG

Im neuen «Artists in Residence»-Format nutzen Kunstschaffende den SQUARE der HSG als Installations- und Kreativitätsort. Den Auftakt macht das kanadische Kunst- und Forschungsprojekt «Speculative Energy Futures» (SEF).

SQUARE lädt Kunstschaffende dazu ein, an der HSG kreative Interventionen zu entwickeln. Im Herbstsemester 2022 bespielen drei verschiedene Kunstprojekte das neue Gebäude der HSG: Die Kunstschaffenden beziehen dabei teilweise die Studierenden und die St.Galler Öffentlichkeit in ihre Arbeit ein. Die Reihe startet im November mit dem kanadischen Kollektiv «Speculative Energy Futures».

Ende November wird dann das Festival Origen im SQUARE-Atrium eine Tanzaufführung zeigen. Der Tanzabend ist die Abschlussveranstaltung eines Seminars zum Thema Festivalkultur, während dem HSG-Studierende auch eine Woche im Bündner Dorf Riom bei den Festivalmachern verbringen.

Anfang Dezember schliesslich erweitert der international etablierte Schweizer Videokünstler Mats Staub am SQUARE sein Langzeitprojekt «Feiertage». Dieses stellt HSG-Angehörigen aber auch St.Galler:innen Fragen zu ihren Lebensläufen, die sich jeweils mit nur einer Zahl beantworten lassen. Ein Jahr später werden die Aufnahmen wiederholt und verdeutlichen so, was in einem Jahr passieren kann.

Energie ist nicht nur ein technisches Problem
Das kanadische Projektteam «Speculative Energy Futures» besteht aus Forschenden verschiedenster Fachrichtungen sowie Kunstschaffenden. Zwölf von ihnen sind vom 7. bis 18. November im SQUARE zu Gast. In einem Kurs im Rahmen des HSG-Kontextstudiums werden sie die Studierenden in geisteswissenschaftliche Fragen rund um die Nutzung fossiler Energien einführen. Dazu gehören etwa historische, soziale oder kulturelle Aspekte.

«Im Kern geht es bei diesem Kurs um eine tiefgreifende Energiekompetenz. Die Studierenden sollen ein Verständnis von Energie als sozialer Beziehung und nicht nur als technisches Problem entwickeln», sagt Sheena Wilson, Professorin für Medien, Kommunikation und Kulturwissenschaften an der kanadischen University of Alberta. Wilson wird den Kurs im SQUARE gemeinsam mit Natalie Loveless, Kunsthistorikerin an derselben Universität, unterrichten. «Dieser Kurs regt die Studierenden idealerweise dazu an, darüber nachzudenken, was eine gerechte Energiewende bedeuten könnte», sagt Wilson.

Kunst, Design und Wandel
Zusätzlich zum Kurs ist im SQUARE eine Ausstellung mit dem Titel «Unpacking Energy Transition: SEF Flux Kit Beta Tests» geplant. «Unter anderem ist vorgesehen, Banner im Atrium des SQUARE aufzuhängen. Darauf sind Text- und Bildbotschaften, die zum Nachdenken und zum Dialog über das drängende Thema der Energiewende anregen», sagt Wilson. Wie alle Artists in Residence-Projekte ist auch dieses im SQUARE für die breite Öffentlichkeit zugänglich.

SEF bindet auch Oikos St.Gallen in die Projekt- und Kunstarbeit vor Ort ein. Oikos ist einer von über 130 studentischen Vereinen an der HSG und engagiert sich für das Thema Nachhaltigkeit in Wirtschaft, Gesellschaft sowie der universitären Lehre. «Wir stellen uns regelmässig die Frage, wie wir Visibilität und Aufmerksamkeit für Nachhaltigkeit schaffen können. Kunst ist eine Möglichkeit, mit der wir uns in der Vergangenheit bei Oikos nicht wirklich auseinandergesetzt haben», sagt Oikos-Präsident Sandro Tissi. «Umso mehr möchten wir daher schauen, wie wir bei "Artists in Residence" mit diesem Projekt in Kontakt kommen können, um zu lernen und erfahren, wie Kunst und Design zu einem Wandel beitragen können.»

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