Campus - 26.08.2026 - 11:30
Jedes Jahr behandelt die 2023 lancierte «Thrive Impact Summer School» an der HSG ein drängendes Thema an der Schnittstelle von Nachhaltigkeit und sozialer Innovation. In den vergangenen Jahren trafen sich bisher insgesamt rund 120 Studierende im SQUARE der HSG, um über Klimagerechtigkeit (2023), nachhaltiges Investieren (2024) und die Zukunft der Ernährungssysteme (2025) zu diskutieren und Lösungen zu entwickeln. Die Studierenden kommen von der HSG, aber auch aus diversen Ländern und von unterschiedlichsten Fachrichtungen.
Die Ausgabe 2026 der School dreht sich vom 28. August bis 3. September um das Thema «Tomorrow's Mobility». Julia Bahlmann, Projektleiterin der School, sagt: «Im Bereich Mobilität ist sehr viel im Umbruch - Elektromobilität und autonomes Fahren etablieren sich, gleichzeitig schränken politische Verwerfungen die globale Mobilität ein, wie etwa die Blockade der Strasse von Hormus zeigt.» Zudem verursache Mobilität von Personen und Gütern weltweit rund 25 Prozent der CO2-Emissionen - dies bei steigendem Mobilitätsbedarf. Um Probleme wie Luftverschmutzung, Klimawandel und Ressourcenverschleiss zu begegnen, brauche es deshalb nachhaltige Verkehrslösungen.
In Fallstudien entwickeln die Studierenden Ideen und Lösungen für konkrete Probleme von Mobilitäts- und Logistikunternehmen: Dabei sind unter anderem DHL, SBB, Deutsche Bahn, Dott sowie das HSG Spin-off Urban Places Lab. Die Studierenden sind international und interdisziplinär zusammengesetzt: Etwa ein Viertel kommt von der HSG, daneben besuchen aber auch Informatiker:innen, Ingenieur:innen, Jurist:innen oder Geograph:innen die School. «Die Teilnehmenden sind bewusst interdisziplinär ausgewählt. Diese Vielfalt ist essenziell, um komplexe Probleme wirklich zu durchdringen», sagt Bahlmann.
Die HSG-Studierenden besuchen die School als Kurs, der im Rahmen des Kontextstudiums der HSG stattfindet. Dieses umfasst 25 Prozent aller Studienleistungen und behandelt kulturelle, soziale und historische Themen.
Zum Auftakt verbringen die Teilnehmenden zwei Tage in Wildhaus im Toggenburg. Wandern, Natur erleben, Abstand zum Alltag gewinnen – das dient dem Teambuilding, ist aber auch ein gedanklicher Ankerpunkt: Langsame Mobilität und die Bedeutung der Natur schaffen eine erste thematische Grundlage.
Anschliessend arbeiten die Studierenden während fünf intensiven Tagen im SQUARE der HSG an konkreten Herausforderungen. Nach einem Einstieg in die globalen Zusammenhänge des Mobilitätssystem arbeiten sie an echten Problemstellungen der Unternehmen. In Teams entwickeln die Studierenden während der Woche Lösungen für die Cases, dazwischen gibt’s immer wieder kurze Experteninputs oder die Möglichkeit zum Austausch. Zum Abschluss präsentieren sie ihre Konzepte den Partnerorganisationen. «Neben dem fachlichen Austausch entsteht ein internationales Netzwerk, das über die Summer School hinaus trägt – für die Studierenden ebenso wie für die HSG», sagt Julia Bahlmann.
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