Campus - 28.09.2026 - 08:00
Die HSG fördert drei Startups von HSG-Angehörigen mit insgesamt 300'000 Franken. Anfang September wurden im Rahmen des einjährigen «Entrepreneurial Champions Programme» (ECP) drei Grants von je 100'000 Franken, gestaffelt über ein Jahr, vergeben.
«Die drei Startup-Gründer können sich damit voll auf die Entwicklung ihrer Unternehmen konzentrieren», sagt Dr. Bernd Schneider, Leiter von HSG Entrepreneurship.
Ausgewählt wurden drei Startups von HSG-Angehörigen, die in
unterschiedlichen Branchen tätig sind:
Neben dem Fördergeld, das gestaffelt über das Jahr ausgezahlt wird, erhalten die drei Gründer individuelle Unterstützung durch HSG Entrepreneurship. Dazu gehören ein persönlicher Coach und die Vermittlung von Expert:innen aus dem HSG-Netzwerk. «Darunter sind viele erfolgreiche Gründer:innen mit HSG-Hintergrund, die etwas zurückgeben wollen», sagt Schneider. Finanziert wird das Programm massgeblich über die HSG Foundation.
Ziel des Programms ist es, die drei Startups bis Herbst 2027 zur Marktreife zu bringen. Bis dahin sollen sie eine erste Version ihres Produkts entwickelt und getestet, erste Kund:innen gewonnen und ein funktionierendes Unternehmen aufgebaut haben.
Alle drei geförderten Startups haben einen direkten Bezug zur Forschung an der HSG. ARTENA-Gründerin Annaleah Kressig entwickelte ihre Geschäftsidee im Rahmen ihrer Masterarbeit. Conelio-Gründer Timo Koch forscht am Institute of Behavioral Science and Technology (IBT-HSG) zu Machine Learning und dem Zusammenspiel von Mensch und KI. NoxBlanc-Gründer Michael Greger entwickelte sein Startup als Postdoktorand am Healthspan Lab.
Begleitet werden die Champions unter anderem von Saša Filipović, Projektmanager bei HSG Entrepreneurship und verantwortlich für die operative Umsetzung des Programms. «Jedes Startup hat unterschiedliche Bedürfnisse und steht an verschiedenen Punkten der Entwicklung», sagt Filipović. Deshalb gibt es im ECP zwar regelmässige Meilenstein-Checks mit den Coaches, ansonsten erhalten die Gründer viel Freiraum. Auch untereinander sollen sie sich regelmässig austauschen. «Es geht auch darum, mit unseren Programmen eine Gemeinschaft aufzubauen, die sich gegenseitig unterstützt», sagt Filipović.
Das ECP ist Teil eines breiteren Förderangebots von HSG Entrepreneurship. Für das Programm können sich HSG-Angehörige ab Masterstufe bewerben. Daneben gibt es das «Entrepreneurial Talents Programme», das auf allen Ausbildungsstufen zugänglich ist und pro Semester bis zu zwölf Startups mit einem Startbeitrag und intensivem Coaching fördert. Ergänzend bietet HSG Entrepreneurship Beratung an rund um die Entwicklung und Gründung von Startups von HSG-Angehörigen.
Ein Fixpunkt für die drei «Champions» ist ihr Auftritt am START Summit im März 2027 in St.Gallen. Die Gründer können dort ihre Unternehmen vor einem internationalen Startup- und Investorenpublikum präsentieren. Über das Jahr sind zudem unter anderem Produkttests und weitere Vernetzungsaktivitäten geplant.
Das ECP geht im Herbst 2026 bereits in seine zweite Runde. Teilnehmende der ersten Runde waren Henry Müller mit fortyfour, ein Startup, das CO₂ aus der Umgebungsluft gewinnt und in Gewächshäusern als Wachstumsbeschleuniger einsetzt, sowie Carmel Imhof mit ZoneIn, das mit KI die mentale Gesundheit von Arbeitnehmenden fördern will.
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