Die Veröffentlichung ist Teil der Reihe "Zur Sache. Der Essay", herausgegeben von Christine Abbt und Hartmut von Sass
Zusammenfassung des Verlages
Für die Zukunft sollten wir uns schon deshalb interessieren, weil wir den Rest unseres Lebens in ihr verbringen werden. Dabei verhalten wir uns schon immer auf bestimmte Weise zur Zukunft. Zudem bewerten wir angenommene Zukünfte, wobei diese Wertungen zurückwirken auf die Gegenwart, in der wir bereits in Vorfreude, Hoffnung, Erwartung oder in Unsicherheit, gar Resignation miteinander leben. Bestimmte Szenarien der Zukunft verlangen von uns eine konkrete Haltung ab, sodass wir uns vorbereiten müssen, aber auch das Wohl kommender Generationen zu bedenken haben. Und einige umfassendere Lebensorientierungen wiederum enthalten bereits recht konkrete Vorstellungen davon, wie wir uns zur Zukunft verhalten sollten. Hartmut von Sass geht diesen vier Ebenen des faktischen, evaluativen, normativen und implikativen Zukunftsbezugs genauer nach, um schließlich zu fragen, welche Haltungen zur Zukunft und sie begleitende Emotionen der christliche Glauben bereits mit sich führt - und dies im Angesicht konkreter Herausforderungen der Gegenwart, deren Zukunft fundamental unsicher geworden ist. Dieses Unternehmen aber trifft auf einen theologischen Vorbehalt gegenüber den Fragen nach letzten und vorletzten Dingen. Deshalb ist die allgemeine und dann aufs Theologische bezogene Frage nach der Zukunft mit einer Rückgewinnung eschatologischer Interessen verbunden.