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Campus - 23.03.2023 - 10:27 

START Summit 2023 setzt neue Massstäbe

Am 23. und 24. März finden in den Olma Messen St.Gallen der START Summit und START Hack statt. Die europaweit grösste, von Studierenden organisierte Start-up Konferenz setzt 2023 neue Massstäbe.

Bereits vor dem offiziellen Beginn der Konferenz waren Medienvertreter und ausgewählte Gründerinnen und Gründer sowie übrige Teilnehmende am Donnerstagabend im Rathaus zu einem Empfang eingeladen. Stadtpräsidentin Maria Pappa begrüsste die Gäste aus dem In- und Ausland. Mitglieder von START Global präsentierten einige Fakten zum START Summit 2023: Mit rund 5'500 Teilnehmenden und 20'000 Quadratmeter Fläche erreicht die Konferenz in diesem Jahr neue Massstäbe. In und um die Stadt St.Gallen dürfte es dieser Tage kaum noch möglich sein, ein Hotelzimmer zu bekommen. Zusätzlich zu den Teilnehmenden in den Olma-Hallen dürfen noch viele Online-Teilnehmer hinzugekommen, denn sämtliche Panels und Keynotes werden auch via YouTube live übertragen. Als Neuerung in diesem Jahr findet auf dem Kornhausplatz zudem ein Public Viewing statt. 

Tipps für Gründerinnen und Gründer

Als Vorgeschmack auf die kommenden Tage teilten zwei Gründerinnen und ein Gründer ihre Erfahrungen mit den Anwesenden. HSG-Alumna Jennifer Dussilek startete ihr Fintech Finway als sie 24 Jahre alt war. Ihren Co-Gründer traf sie damals beim Lunch am START Summit. Das Unternehmen hat heute 60 Mitarbeitende. Jennifer Dussilek sprach darüber, wie herausfordernd es für sie war, Fachleute einzustellen, die zum Teil viel älter und erfahrener waren als sie. Trotzdem musste sie auch für diese jederzeit ein Vorbild und eine Inspiration sein. «Sie analysieren ständig, was du sagst und tust. Das musst du dir immer bewusst sein». Charakteristisch für das Leben als Unternehmerin sei zudem der Umgang mit Unsicherheit: «Ich habe vieles nicht gewusst und zuerst einmal gegoogelt. Man kann aber nicht alles googeln. Manchmal muss man sich auch auf sein Bauchgefühl verlassen.» 

Roger Dudler von Frontify beschäftigt mittlerweile über 300 Personen in St.Gallen, London und New York. Der St.Galler sprach angesichts der Krisen der letzten Jahre über das Thema Resilienz für Entrepreneurs. Der Schlüssel dazu sei, sich selbst besser zu verstehen. «Warum führe und entscheide ich so, wie ich es tue?» Dies zu verstehen, sei ein wichtiger Schlüssel zur positiven Entwicklung des Unternehmens. Zudem betonte er die Bedeutung von Kohärenz hinsichtlich des eigenen Verhaltens: «Haltet euch an eure Werte, um Vertrauen aufzubauen», so sein Tipp für Gründerinnen und Gründer. Jede Krise sei auch eine Chance, dies neu zu beweisen und zu stärken. 

Mit Hackatons zum Unternehmen

Für einen gelungene Abschluss sorgte Julieta Luz Porta aus Argentinien, die dank dem Fellowship-Programm nach St.Gallen gekommen ist. Ihre Geschichte ist fast unglaublich. Als Bachelor-Studentin wurde sie mit ihren Ideen und Businessplänen immer wieder abgewiesen. Sie solle zuerst einmal ihr Studium beenden. Für sie war es allerdings nicht logisch, warum man zuerst etwas beenden müsse, um etwas anderes zu starten. So machte sie weiter, begann an Hackathons teilzunehmen und gewann. Während der Pandemie gelang es ihr mit einem Team von Fremden, die sie nur online traf, mehrere Hackathons zu gewinnen, unter anderem einen globalen Wettbewerb der NASA. Dadurch zog sie die Aufmerksamkeit von Investoren und weiteren wichtigen Personen auf sich. Unter anderem wurde ihr die Ehre einer Audienz bei der japanischen Kaiserfamilie zuteil. Sie plädierte dafür, mutig zu sein, und auszuprobieren: «Man wird nie die perfekten Umstände vorfinden, um ein Unternehmen zu gründen. Manchmal muss man auch etwas tun, was gegen die Statistik geht. Wenn man immer nein, nein, nein sagt, wird man nie ein ja bekommen.» Am START Summit ist sie, um ein «ja» von Investorinnen und Investoren für ihr Med-Tech-Unternehmen Cytbac Technologies zu bekommen.

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