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Leute - 01.08.2026 - 08:00 

Berufung: Aurelia Tamò-Larrieux

Prof. Dr. Aurelia Tamò-Larrieux ist ab dem 1. August 2026 als Ordentliche Professorin für Law & Technology an der Universität St.Gallen (HSG) tätig. Sie wird den Lehrstuhl für Law & Technology innehaben.
Berufung: Aurelia Tamò-Larrieux

Für Prof. Tamò-Larrieux bedeutet diese Ernennung eine Rückkehr an ihre Alma Mater. Sie studierte Rechts- und Wirtschaftswissenschaften an der HSG. Anschliessend promovierte sie zum Thema «Data Protection by Design and Default» an der Universität Zürich. Während dieser Zeit absolvierte sie längere Forschungsaufenthalte am Institut für Pervasive Computing der ETH Zürich sowie am Berkman Klein Center for Internet & Society.

Forschung zu Recht, Technologie und vertrauenswürdigen digitalen Systemen

Ihre Forschung bewegt sich an der Schnittstelle zwischen Recht und digitalen Technologien. Ihre Schwerpunkte liegen auf den Gebieten Privatsphäre, Datenschutz, Legal Design, Transparenz automatisierter Entscheidungsfindung und künstlicher Intelligenz, automatisch verarbeitbarer Regulierung sowie Vertrauen in die Automatisierung. Bevor sie an die HSG kam, war sie Assoziierte Professorin an der Universität Lausanne und Dozentin an der EPFL. Dort gründete sie das «Legal Design & Code Lab», das nun nach St. Gallen verlegt wird. Sie pflegt weiterhin eine enge Zusammenarbeit mit Lausanne und ist dort in Teilzeit tätig. Zuvor hatte sie Positionen am Law & Tech Lab der Universität Maastricht inne und war Stipendiatin des International Postdoctoral Fellowship an der Universität St.Gallen.

An der HSG wird Prof. Tamò-Larrieux ein interdisziplinäres Forschungsprogramm zu Recht, Technologie und Innovationen im öffentlichen Interesse weiterentwickeln. Zu ihren aktuellen Projekten gehören das vom SNF geförderte BRIDGE-Discovery-Projekt zu barrierefreier, zuverlässiger und kollaborativer KI für das Recht, das CoCoDa-Projekt zur Entwicklung technik-rechtlicher Instrumente zur Untersuchung und Minderung systemischer Risiken, die von dominanten Online-Plattformen ausgehen, sowie das DECODE-Projekt zu evidenzbasierten und menschenzentrierten Richtlinien zur Datenverwaltung, die auf datenschutzverstärkendem Design und Code beruhen.

Der Lehrstuhl ist zudem Teil des Marie-Skłodowska-Curie-Doktoranden-Netzwerks REGULAIRE («Regulatory Learning for the Governance of Transformative Technologies»). Es untersucht, wie Institutionen lernen, KI und andere neue Technologien zu regulieren, wenn der rasante Wandel die traditionellen Regulierungsabläufe überholt.

Lehre, Community Building und akademisches Engagement

In Prof. Tamò-Larrieux’ Lehrveranstaltungen werden juristische Analyse und technologische Entwicklungen miteinander verbunden. Sie richtet sich sowohl an Jurastudierende als auch an Studierende technischer Fachrichtungen. Sie hat an mehreren Universitäten Lehrveranstaltungen und Gastvorträge gehalten. Zudem ist sie aktives Mitglied der internationalen Forschungsgemeinschaft für Law & Technology. Gemeinsam mit anderen leitet sie europaweite Initiativen wie das «Computer Science & Law Europe Network». Über den Lehrstuhl für Law & Technology sowie das «Legal Design & Code Lab» wird sie auch weiterhin die Rechtswissenschaft mit der Informatik, dem Design und den Sozialwissenschaften verknüpfen.

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