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Forschung - 29.02.2012 - 00:00 

Neue Ideen für das vernetzte Leben

Bosch und HSG haben ein Innovationslabor für das Internet der Dinge und Dienste gegründet. Die Denkfabrik soll neue Geschäftsmodelle finden und erproben. Das erste Projekt soll Nutzer von E-Fahrzeugen vernetzen.

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29. Februar 2012. Die Forschungseinrichtung nimmt mit drei Mitarbeitenden am 1. März 2012 ihre Tätigkeit an der HSG auf und bietet fünf weitere Doktorandenstellen. Das Labor wird an der Entwicklung von internet-basierten Produkten und Dienstleistungen arbeiten. Insgesamt wird das Labor zehn HSG- und Bosch-Mitarbeitende beschäftigen. Operativ begleitet die Bosch Software Innovations GmbH die Denkfabrik. Anfangs stehen die Forschungsschwerpunkte Vernetzte Mobilität und Intelligente Vernetzung von Gebäuden im Mittelpunkt. Erste Ergebnisse sollen im Herbst 2012 vorliegen.

Neue Geschäftsmodelle für das vernetzte Leben

Der Technologiemanagement-Bereich der HSG kooperiert auf dem Gebiet Internet der Dinge und Dienste, kurz IoTs, derzeit mit 50 verschiedenen Unternehmen. «Wir arbeiten an Problemen aus der Wirtschaft für die Wirtschaft», erklärte Prof. Dr. Elgar Fleisch. Der wissenschaftliche Leiter des Bosch IoTS Labs und Direktor des Instituts für Technologiemanagement (ITEM-HSG) betonte: «Weil wir mit vielen Unternehmen zusammenarbeiten und die grossen Fragen nicht unternehmensspezifisch sind, ist die Freiheit der Wissenschaft dabei hundertprozentig gewährleistet». Am Bosch IoTS Lab arbeiten Mitarbeitende von Bosch und HSG künftig gemeinsam an neuen Geschäftsmodellen in den Zukunftsfeldern Vernetzte Mobilität, Vernetzte Energie/Smart Grid, Vernetzte Stadt, Vernetzte Industrie und Vernetztes Leben.

Internetplattform für Elektrofahrzeuge in Singapur

Beispielsweise entwickelt Kristina Flüchter, die erste Doktorandin im Bosch IoTS Lab, ein Geschäftsmodell, das Nutzern eines internetfähigen Fahrzeuges Informationen über touristische Ziele, Freizeitangebote und Lademöglichkeiten zur Verfügung stellt. Dabei kann die Wissenschaftlerin auch auf die bei Bosch vorhandene Expertise zurückgreifen. So setzt Bosch Software Innovations bereits gegenwärtig in Singapur eine Software-Plattform als Infrastruktur für Elektrofahrzeuge ein und baut diese schrittweise weiter aus. Mit Hilfe dieser internetbasierten eMobility Solution finden die Fahrer beispielsweise freie Stellplätze mit Ladestationen, was insbesondere in Megacitys von grosser Bedeutung ist.

Bild: Photocase / hannesleitlein

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