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Campus - 22.10.2021 - 00:00

Die HSG Gesundheitstage denken Leistung neu

Diese Woche fanden unter dem Motto «thinking health differently – rethinking performance» zum zweiten Mal die HSG Gesundheitstage statt. Drei Tage lang konnten die Teilnehmenden bei verschiedensten Events dem Thema «nachhaltige Leistung» begegnen und sich dabei auch mit der eigenen Gesundheit auseinandersetzen. Von Studentenreporter Sven Schumann.

22. Oktober 2021. Ein gemeinsames Projektteam von Unisport und der psychologischen Beratungsstelle stellte an den vom 18.-20. Oktober 2021 stattfindenden HSG Gesundheitstagen das Thema «Leistung» in den Mittelpunkt. Auch in der zweiten Ausgabe des Projektes wurde ein vielseitiges Programm angeboten, das sich über den gesamten Campus erstreckte und dabei mit abwechslungsreichen Workshops, Aktivitäten und Vorträgen zu begeistern wusste. In die Organisation waren neben den genannten Hauptorganisatoren auch Vereine und Initiativen wie «Pride Month @ HSG», proArte, die Mensa und Oikos involviert. Diese Einbindung möglichst vieler Campusinitiativen ist etwas, was für Mitorganisator Mark Laukamm in den nächsten Jahren noch weiter ausgebaut werden soll. Dadurch könnten die Gesundheitstage an Bekanntheit gewinnen und zu einer richtigen Institution auf dem Campus werden.

Leistung neu definieren

Dieses Jahr standen die Gesundheitstage ganz unter dem Motto «thinking health differently – rethinking performance». Das Motto thematisiert damit den in unserer Gesellschaft sehr stark verankerten Leistungsgedanken. Auch an den Universitäten und insbesondere der HSG wird den Studierenden einiges abverlangt, sodass viele einen hohen Leistungsdruck verspüren. Eine Entwicklung, die gemäss Mark Laukamm auch in der regen Nutzung des Angebots der psychologischen Beratungsstellen aller Universitäten zu erkennen sei. So setzte sich das diesjährige Motto zum Ziel, einen neuen Blickwinkel auf das Thema Leistung zu bieten. Nur wer seine körperlichen und mentalen Ressourcen nachhaltig einsetze, könne langfristig Höchstleistungen abrufen. Ein dazu passendes Sprachbild, das während der Woche immer wieder anzutreffen war: Das Berufsleben ist kein Sprint, sondern ein Langstreckenlauf. Wer mit zu viel Tempo startet, wird auf halber Strecke schlapp machen.

Vielfältiges Programm

Um das Thema den Teilnehmenden näherzubringen, gab es in den drei Tagen mehr als zwanzig unterschiedliche Programmpunkte. So fanden Vorträge mit Titeln wie «Healthy Working Life» oder «Burnout und nachhaltige Leistung» und körperliche Aktivitäten wie Yoga statt. Für die Kulinariker gab es die Möglichkeit zur Teilnahme an einem Kochworkshop und sie kamen in den Genuss eines veganen Menüs in der Mensa. Für die Vorträge konnten die Organisatoren externe Fachleute wie Dr. med. Doris Straus («Burnout und nachhaltige Leistung») oder Dr. Sigrid von Manitius («Warum wir schlafen») gewinnen, die aus ihrem reichen Wissen und Erfahrungsschatz berichteten.

Wer sich jedoch stärker für die eigene physische und mentale Gesundheit interessierte, wurde ebenfalls fündig. Am Montag und Dienstag konnte im Foyer des Bibliotheksgebäudes ein Test zur eigenen Gesundheit durchgeführt werden. Studierende des Joint Medical Masters massen für die Teilnehmenden Werte und Vitalzeichen wie Bodymassindex, Blutdruck, Sauerstoffgehalt des Blutes und Blutzuckerspiegel. Ein Angebot, das auf reges Interesse traf, bildeten sich doch zeitweise längere Schlangen im Foyer. Die letzte Station des Gesundheitschecks bestand aus der Prüfung des eigenen Stresslevels, die mittels eines Fragebogens erfolgte. Wer dabei realisierte, unter einem erhöhten Stresslevel zu stehen, hatte die Möglichkeit, ein persönliches Treffen bei der Stressberatung der psychologischen Beratungsstelle zu vereinbaren. Bei diesem Angebot konnten die Teilnehmenden dann mit professioneller Hilfe Methoden für die individuelle Stressbewältigung erarbeiten.

Gesundheit ist vielfältig

Für Mitorganisatorin Eva Koller waren die Gesundheitstage ein Erfolg. Die Angebote seien von den Studierenden sehr wohlwollend aufgenommen worden, was sich am positiven Feedback und den Teilnehmerzahlen ablesen liesse. Nur ganz wenige Angebote mussten aufgrund mangelnder Anmeldungen abgesagt werden. Für das nächste Jahr wünsche sie sich, dass die Gesundheitstage wieder mit so vielseitigem Programm angeboten werden können, denn «Gesundheit wird häufig schubladisiert aber ist eigentlich so breit und vielfältig und manchmal braucht es dabei Neugier und Mut, um etwas neues auszuprobieren».

Was von den drei ereignisreichen Tagen hoffentlich bleibt, ist ein neuer Blickwinkel auf das eigene Leistungsvermögen und ein gesteigerter Bekanntheitsgrad der vielen Personen und Initiativen, die sich um die Gesundheit von uns Angehörigen der Universität kümmern.

Sven Schumann studiert International Affairs im 5. Semester an der Universität St.Gallen.

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