
Dr. Insa Lee Koch ist Inhaberin des Lehrstuhls für Britische Kulturen an der SHSS der Universität St. Gallen und Gastprofessorin für Rechtswissenschaften und Anthropologie an der London School of Economics (LSE). Insa, die an der LSE und der Universität Oxford sowohl als Anthropologin als auch als Juristin ausgebildet wurde, ist eine interdisziplinäre Wissenschaftlerin, die sich mit Fragen des Imperiums, Ungleichheiten, demokratischen Krisen des Rechts und des Staates beschäftigt. Ihre Monografie „Personalizing the State“ (OUP, 2018), die frei zugänglich ist open access, ist eine preisgekrönte ethnografische Studie über Klasse, öffentliches Recht und die Beziehungen zwischen Staat und Bürger im von Sparmaßnahmen geprägten Großbritannien. Ihre zweite Monografie, „Drugs, Race and the Politics of Modern Slavery Law“ (OUP, 2026), die ebenfalls frei zugänglich ist open access, untersucht die britischen Gesetze zur modernen Sklaverei vor dem Hintergrund des Erbes der transatlantischen Sklaverei und des rassistischen Imperiums. Insa startet ein neues, vom SNF finanziertes Forschungsprojekt zum Thema „moral economies of racial reckoning“ und untersucht gemeinsam mit der Postdoktorandin Victoria Klinkert und Doktorand*innen die aktuelle (anti-)rassistische Konjunktur in einer Zeit wachsenden Faschismus sowie antirassistischen Widerstands. Weitere Informationen zu Insas Arbeit und Publikationen finden Sie hier auf ihrer Seite.
Dr. Victoria Klinkert ist Anthropologin und beschäftigt sich mit dekolonialer Theorie, Critical Whiteness Studies und Abolitionismus. Sie hat gerade ihre Promotion an der SOAS abgeschlossen, in deren Rahmen sie eine Ethnografie über weiße Ignoranz an einer Eliteuniversität im Vereinigten Königreich sowie innerhalb der britischen Anthropologie selbst durchgeführt hat. Sie hat zu ihrer Forschung sowie zu dekolonialen Ethnografien (zusammen mit Prof. Raminder Kaur) in HAU: Journal of Ethnographic Theory und Darkmatter veröffentlicht und sich darüber hinaus (zusammen mit Zouhair Hammana und dem River and Fire Collective) in Teaching Anthropology mit dem Thema der Dekolonialisierung der Anthropologie im weiteren Sinne auseinandergesetzt.
Dr. Martha McCurdy ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Britische Kulturen. Sie promovierte in der Soziologie an der London School of Economics (LSE). Ihre Doktorabeit befasst sich mit den (un)sichtbaren Diskursen und Todesfällen im britischen Einwanderungssystem. Neben ihrer ethnografischen Forschung hat sie auch umfangreiche Untersuchungen zur Digitalisierung des britischen Justizsystems durchgeführt. Derzeit erforscht sie die Schnittpunkte zwischen moderner Sklaverei und Einwanderung.