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Ukraine: Informationen für Geflüchtete, Betroffene und HSG-Angehörige

Die Universität St.Gallen unterstützt Studierende und Forschende aus der Ukraine mit verschiedenen Angeboten und Massnahmen.

Um Geflüchteten vom Ukrainekrieg schnell und unbürokratisch Schutz zu gewähren, hat der Bundesrat den «Schutzstatus S» aktiviert:

Bachelor- und Master-Studierende aus der Ukraine, die ihr Studium nicht fortsetzen können und einen Schutzstatus S in der Schweiz besitzen (siehe Informationen zum Schutzstatus S oben), haben folgende Möglichkeiten.

Reguläres Studiumexpand_less

Bewerbende müssen die regulären Zulassungsbedingungen und -voraussetzungen für ein Studienprogramm erfüllen. Eine Bewerbung kann zum ersten Bachelor-Semester (Assessmentjahr) oder ersten Master-Semester erfolgen. Ein Transfer der ECTS-Credits oder Einstieg in ein höheres Semester ist nicht möglich. Mit Schutzstatus S wird auf ein Auswahlverfahren für ausländische Bewerbende verzichtet; das HSG-Auswahlverfahren für die Bachelor-Stufe ist nicht zu absolvieren, respektive das “Sur Dossier”-Verfahren für nicht-spezialisierte Master-Programme wird nicht angewendet.

Über die Zulassungsvoraussetzungen sowie Erlass der Anmelde- und Bearbeitungsgebühr informiert die Zulassungs- und Anrechnungsstelle. Senden Sie bitte eine E-Mail an zulassungunisg.ch mit folgenden Dokumenten: CV, aktuelle Zeugnisse, Abschlussdokumente, Schutzstatus S.

Ein Gaststudium als Incoming-Freemover ist möglich. Das Gaststudium ist dafür vorgesehen, über ein bis zwei Semester die Zeit zu überbrücken und die Leistungen danach an der Heimuniversität in der Ukraine anrechnen zu lassen. Ein Abschluss als Gaststudierende/r ist nicht möglich, und ein Wechsel zu einem regulären Studium kann nicht garantiert werden (wiederum Einstieg ins erste Semester nötig).

Die wichtigste Voraussetzung ist, dass das Studium in der Ukraine in einer passenden Studienrichtung bereits aufgenommen wurde. Weitere Informationen zu den Freemover-Programmen finden Sie hier.

Für Studierende, die über die nötige Vorbildung verfügen und an einem Kursbesuch an der Universität St.Gallen ausserhalb des öffentlichen Programms interessiert sind, gibt es die Möglichkeit als Hospitierende an Veranstaltungen teilzunehmen. Hospitierende können keine Prüfung ablegen und keine ECTS-Credits erwerben: Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Sämtliche Personen mit Schutzstatus S (siehe oben) bekommen Sozialhilfe vom Kanton. Darüber hinaus verfügt die Universität St.Gallen über einen Darlehens- und Stipendienfonds, der Gaststudierende mit Schutzstatus S sowie immatrikulierte Studierende in der Bachelor- und Master-Stufe finanziell unterstützt. Die Unterstützung kann in Form eines Stipendiums für Bachelorstudierende oder eines Darlehens für Masterstudierende gewährt werden. Für eine Unterstützung müssen sich Studierende und ihre Eltern in finanzieller oder existentieller Not befinden. Ein Antrag kann erst nach Zulassung und Aufnahme des Studiums eingereicht werden.

Zusammen mit anderen Schweizer Universitäten versucht die Universität St.Gallen alles, um vom Krieg in der Ukraine betroffene Forschende zu unterstützen und aufzunehmen.

Da die HSG die Forschungsschwerpunkte Management, Wirtschaftswissenschaften, Recht, Sozialwissenschaften, Internationales und Informatik hat, können wir nur Forschenden aus diesen Disziplinen ein geeignetes Umfeld bieten. Wir werden versuchen, Ihnen bei der Suche nach einem geeigneten Host zu helfen und Ressourcen zur Verfügung zu stellen. Damit die HSG Sie aufnehmen kann, müssen Sie die folgenden Schritte unternehmen und uns folgendes Material zur Verfügung stellen:

Bitte bewerben Sie sich beim Scholars at Risk Network. Sie erhalten eine Antwort von SAR, in der Sie als „Scholar at Risk“ anerkannt werden.

Bitte senden Sie folgende Unterlagen an den SAR-Koordinator der Universität St.Gallen:

  1. Bestätigung des Scholars at Risk-Status.
  2. CV (bevorzugt in englischer Sprache)
  3. Publikationsliste
  4. Scans der Abschlüsse (PhD/Master)
  5. Eine Skizze des Forschungsprojekts, das Sie an der HSG durchführen möchten. Dies sollte ein Dokument von ca. 2-4 Seiten sein.

Der letzte Punkt ist besonders wichtig, da Sie an der HSG einen wissenschaftlichen Host finden müssen. Wir können Sie bei diesem Prozess unterstützen, bitten Sie jedoch, auf der Website der HSG nachzusehen, ob es eine Forschungsgruppe gibt, die gut zu Ihnen passt. Bei der Kontaktaufnahme mit Professor:innen oder Forschungsgruppenleitenden empfehlen wir Ihnen, Ihre Projektskizze und Ihren CV beizufügen.

Wenn ein Host gefunden wird, bitten wir den Host um ein Einladungsschreiben. Wir leiten Ihre Unterlagen und das Einladungsschreiben dann an unser Rektorat weiter. Schliesslich prüft das Rektorat, ob finanzielle Mittel zur Verfügung stehen, um einen Aufenthalt an der HSG zu unterstützen. Bitte beachten Sie, dass wir eine finanzielle Unterstützung nicht garantieren können.

Die HSG ist Mitglied des Globalen Scholars at Risk-Netzwerkes. Scholars at Risk (SAR) arbeitet mit seinem globalen Netzwerk von Hochschuleinrichtungen auf der ganzen Welt zusammen, um kurzfristige, temporäre Forschungs- und Lehrstellen für gefährdete Wissenschaftler:innen zu vermitteln. SAR bietet auch Beratungs-, Transfer- und Karriereunterstützungsdienstleistungen für Wissenschaftler:innen an.

Die Schweizer Sektion (SAR Schweiz) fördert die Werte und die Arbeit von Scholars at Risk, indem sie gefährdete Wissenschaftler:innen aufnimmt, Modelle guter Praxis austauscht und gemeinsame Aktivitäten initiiert. Stipendiat:innen, die über SAR einen Platz an einer Hochschule in der Schweiz suchen, wird empfohlen, diese Informationen für angehende SAR-Stipendiat:innen in der Schweiz zu konsultieren.

Neben dem SAR-Budget für Gesuche um Aufnahme von Forschenden aus der Ukraine an Universitäten in der Schweiz bietet der SNF eine Reihe weiterer Massnahmen an:

Flexibilität für laufende SNF-Projekte und Doktorierende:

  • Projektverlängerungen: Wenn sich ein Forschungsprojekt aufgrund des Krieges verzögert, kann eine Verlängerung von bis zu zwölf Monaten beantragt werden.
  • Doktorierende: Wenn ein Doktorat aufgrund des Kriegs weniger schnell als geplant vorwärtskommt, kann die vom SNF gewährte Förderung von maximal vier Jahren um zwölf Monate verlängert werden.

​​​​​​​Zusatzbeiträge, um Forschende aus der Ukraine anzustellen: Wer Forschende aus der Ukraine in einem vom SNF-geförderten Projekt anstellt, kann zusätzliche Mittel beantragen, um die Lohnkosten für bis zu zwölf Monate zu decken.

#ScienceForUkraine ist eine Gemeinschaft von freiwilligen Studierenden und Forschenden aus akademischen Einrichtungen in Europa und der ganzen Welt. Ihre Aufgabe ist es, Informationen über Unterstützungsmöglichkeiten auf universitärer, nationaler und internationaler Ebene für Doktorierende und Forschende zu sammeln und zu verbreiten, welche direkt mit einer akademischen Einrichtung in der Ukraine verbunden sind.

Auf ihrer Website finden Sie ein breites Angebot an bezahlten akademischen Stellen für Wissenschaftler (PhD-Studierende oder höher), akademische Transfermöglichkeiten für Doktorierende und Studierende sowie temporäres Wohnen.

Offene Stellen auf dem HSG-Stellenportal: Die aktuellen Stellenangebote der Universität St.Gallen in der Lehre, den Services und in unseren Instituten und Forschungsstellen finden Sie hier in der Übersicht.

Zur Bewältigung der persönlichen Situation stehen allen HSG-Angehörigen Seelsorger, die Psychologische Beratungsstelle sowie speziell für Studierende die Fachstelle Special Needs gerne zur Verfügung.

Solidaritätsmassnahmen: GlücksketteSt.Gallen helps Ukraine

Ukraine-Webseite des Kantons St.Gallen mit wesentlichen Informationen

Ukraine: Informationen der Stadt St.Gallen

St.Gallen hilft bei der Integration: Plattform für NGOs und Freiwillige

Hilfsangebote bei Gemeinde melden: Viele Einwohnerinnen und Einwohner des Kantons möchten den Geflüchteten aus der Ukraine helfen und nehmen direkt Personen auf. Dies führt regelmässig zu Unklarheiten, weil vorgängig nicht abgeklärt wurde, welche Bedürfnisse die Geflüchteten haben. Der Kanton ruft Private dazu auf, sich mit Hilfsangeboten konsequent an die Gemeinde zu wenden und keine Direktaufnahmen zu tätigen.

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