- 01.06.2026 - 14:40
Dr. Sylvain Maechler ist als Marie-Skłodowska-Curie-Postdoktorand an die SEPS der Universität St.Gallen gekommen. Sein Forschungsprojekt wird von Prof. Dr. Klaus Dingwerth als akademischem Gastgeber begleitet.
In seinem aktuellen Projekt „Amnesic Governance and the Reinvention of Market-Based Instruments in Global Biodiversity Politics“ untersucht Sylvain Maechler die Entstehung von Biodiversitätskrediten als neues Instrument zur Finanzierung des Biodiversitätsschutzes. Dabei geht er der Frage nach, wie Akteure, die diese Instrumente in unterschiedlichen Governance-Kontexten entwickeln, aus den Schwächen und Grenzen früherer marktbasierten Ansätze zum Schutz der Biodiversität lernen – oder eben nicht.
Vor seinem Wechsel an die HSG war Sylvain Maechler während drei Jahren als SNF Postdoc.Mobility Fellow tätig. In diesem Rahmen forschte er an der Goethe-Universität Frankfurt (Deutschland), der University of Ottawa (Kanada) und dem Graduate Institute Geneva (Schweiz) zur Rolle von Zentralbanken im Umgang mit Biodiversitätsverlust und naturbezogenen Finanzrisiken.
Seine Promotion in Politikwissenschaft absolvierte Sylvain Maechler an der Universität Lausanne, wo er weiterhin als assoziierter Forscher tätig ist. In seiner Dissertation untersuchte er die Politik der „grünen Buchhaltung“ und analysierte, wie Umweltprobleme durch ökonomische und Bewertungspraktiken sichtbar und steuerbar gemacht werden. Während seiner Doktorarbeit war er zudem Gastforscher an der Wirtschaftsuniversität Wien (Österreich).
Über seine verschiedenen Forschungsprojekte hinweg beschäftigt sich Sylvain Maechler mit der Frage, wie wirtschaftliche und finanzielle Instrumente zur Bewältigung von Umweltproblemen eingesetzt werden und welche politischen Konsequenzen sich daraus ergeben.
Wir freuen uns, Sylvain Maechler an der SEPS willkommen zu heissen, und wünschen ihm einen erfolgreichen Start sowie viele spannende Forschungsimpulse.
