"Informatik" bezeichnet grundsätzlich die Wissenschaft der systematischen Verarbeitung, Speicherung und Übertragung von Informationen. Dabei verwenden wir typischerweise Computer, welche diese Aufgaben für uns automatisieren können. Damit ist das Instruieren dieser Computer ("programmieren") eine relevante Komponente dessen, was ein:e Informatiker:in können sollte. Allerdings umfasst Informatik viel mehr als das. Tatsächlich ist das Programmieren an sich eher als Werkzeug zu verstehen, mit dem Lösungen gebaut werden können. Was überhaupt zu bauen ist, oder wie man etwas so bauen kann, dass es auch längerfristig funktioniert, sind nur zwei Beispiele dafür, dass Informatik weit über die Programmierung hinaus geht und anders ist, als viele denken.
Hier ein paar weitere Beispiele:
- Effizienz: Wie können Informationen in möglichst wenigen Schritten bearbeitet werden? Hierfür lernt man im Studium verschiedenste Algorithmen und Datenstrukturen, welche dabei helfen, schnell und effizient Probleme zu lösen.
- Theoretische Informatik: Was kann mit Logik bewiesen und mit Computern berechnet werden, und was wiederum nicht? Warum sind gewisse Sachen einfach zu automatisieren oder lösen, andere aber wahnsinnig schwer?
- Systeme: Woraus besteht ein Computer, und wie funktionieren die einzelnen Bauteile? Wie kommunizieren diese miteinander? Wie werden unterschiedliche Prozesse gleichzeitig bearbeitet, ohne ein Durcheinander zu bekommen?
- Kommunikation: Wie kommunizieren Computer miteinander? Wie funktioniert bspw. das Internet und wie unterscheiden sich verschiedene Protokolle und Technologien der Datenübertragung voneinander? Wie kann man Daten sicher übertragen (Kryptographie)?
- Künstliche Intelligenz: Wie kann man einen Computer Daten autonom verarbeiten lassen? Wie kann bspw. ein Computer das Sehen lernen? Was kann künstliche Intelligenz, und was (noch) nicht? Warum?