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Veranstaltungen - 21.04.2026 - 11:00 

«Disrupted Age»: 55. St. Gallen Symposium beleuchtet globale Umbrüche

Die Welt befindet sich in einer Phase tiefgreifender Umbrüche: Politisch, technologisch und gesellschaftlich. Hier setzt das von HSG-Studierenden organisierte 55. St. Gallen Symposium an: Am 6. und 7. Mai 2026 bringt die Konferenz auf dem Campus und in der Stadt St.Gallen internationale Entscheidungsträger, HSG-Fachleute und junge Talente zusammen, um unter dem Motto «Disrupted Age» über die grossen Verwerfungen unserer Zeit zu diskutieren.

Präsidentinnen, Bundesräte, Aktivistinnen, Nobelpreisträger, Manager und Unternehmerinnen – das St. Gallen Symposium bringt seit über 50 Jahren namhafte Gäste nach St.Gallen, thematisiert globale Herausforderungen und sucht den Dialog zwischen den Generationen. Gerade im «Disrupted Age», in dem etablierte Gewissheiten ins Wanken geraten und Entscheidungsprozesse unter Unsicherheit stattfinden, gewinnt dieser Austausch an Bedeutung. Das Symposium versteht sich dabei nicht nur als Plattform für Analyse, sondern als Ort, an dem konkrete Handlungsoptionen diskutiert werden. Von der Sicherung globaler Lieferketten bis hin zur Gestaltung zukünftiger Innovations- und Gesellschaftsmodelle.

Viele führende Persönlichkeiten sind auch im Mai 2026 wieder auf dem Campus der HSG zu Gast, um mit Studierenden aus aller Welt zu diskutieren. «Unser Ziel ist es, etablierte Perspektiven mit neuen Ideen zu konfrontieren und dabei den Nerv unserer Zeit zu treffen. Wir wollen gemeinsam Lösungsansätze für eine zunehmend komplexe Welt entwickeln», sagt HSG-Studentin Lena-Sophie Vogt. Die Co-Präsidentin des International Students’ Committee (ISC) organisiert die Konferenz in diesem Jahr gemeinsam mit rund 30 Studierenden der Universität St.Gallen.

Geopolitische, demographische und technologische Herausforderungen

Ein Blick ins Programm zeigt die thematische Breite und Aktualität der Debatten, begleitet von exklusiven Studienergebnissen: Podien zu «Trade, Tariffs, and the Future of Globalisation» oder «The Cost of Money: Europe’s Markets in a New Monetary Era» treffen auf Diskussionen zu digitaler Souveränität, geopolitischen Konfliktlinien im Nahen Osten oder zur Zukunft der transatlantischen Beziehungen. Interaktive Formate widmen sich Fragen wie «The New Geometry of Power» oder den ethischen Grenzen technologischen Fortschritts. Zahlreiche CEOs, Führungskräfte aus SMI-, DAX- und multinationalen Unternehmen sowie ein gutes Dutzend Regierungen aus aller Welt treffen sich anlässlich der Konferenz in St.Gallen. Die Gästeliste spiegelt die globale Themenvielfalt. Zu den Referentinnen und Referenten 2026 zählen:

Ehemalige Studierende 2026 zu Gast als «Leaders of Today»

Die jungen Talente qualifizieren sich über einen globalen Essaywettbewerb für eine Teilnahme am Symposium. In diesem Jahr widmeten sich die Teilnehmenden des Global Essay Competition der Frage: «Technologie, Politik und Demografie im Umbruch: Was passiert, wenn diese Kräfte kollidieren? Und was kann die Risiken minimieren?» Der Aufsatzwettbewerb verzeichnete eine überaus hohe Beteiligung junger Talente aus aller Welt. Die Top 25 Essays sind hier bereits zu lesen. Immer wieder gehen Gewinner dieses Wettbewerbs und des Organisationsteams der Konferenz besondere Wege: So zum Beispiel Philipp Navratil, der im Jahr 1998 Mitglied des Student Committees war und nun als CEO von Nestlé zu Gast ist. 

Auch weitere ehemalige Teilnehmende prägen heute internationale Debatten und kehren in neuer Funktion nach St.Gallen zurück: Martin Blessing, ehemaliges ISC-Teammitglied und heute Investitionsbeauftragter Deutschlands; Jagdish Karel, der in Nepal politische Verantwortung übernommen hat; sowie Emma Theofelus, heute Ministerin für Information und Kommunikationstechnologie in Namibia. Ihre Werdegänge zeigen, wie aus «Leaders of Tomorrow» prägende Stimmen von heute werden.

HSG-Perspektiven auf das Thema «Zeitalter des Umbruchs»

Auch die Universität St.Gallen bringt ihre wissenschaftliche Perspektive in die Debatten ein: Forschende wie Tomas Casas Klett (Geopolitik und China), Leena Grover (Menschenrechte), Oliver Gassmann (Innovation), Damian Borth (KI und Technologie), Claudia Brühwiler (USA), Dietmar Grichnik (Entrepreneurship), Eri Bertsou (Demokratie und Politik) oder Sebastian Kernbach (Leadership) liefern Impulse zu Fragen des Konferenzthemas «Disrupted Age». Ihre Beiträge verbinden akademische Forschung mit praktischen Erfahrungen aus Wirtschaft und Politik und erweitern die internationalen Diskussionen um eine fundierte, interdisziplinäre Perspektive. So leistet die HSG ihren Beitrag dazu, komplexe globale Entwicklungen einzuordnen.

«St. Gallen Symposium in Town»: Öffentliches Programm in St.Galler Beizen

Vom 3. bis 7. Mai 2026 bringt das «SGS in Town» erneut internationale Gäste mit der Stadtbevölkerung zusammen. In Cafés und Altstadtbeizen finden insgesamt sieben Veranstaltungen statt, darunter auch ein Konzert und ein Besuch im Stiftsarchiv St.Gallen. Mit den Gästen diskutieren:

«Mit dem St. Gallen Symposium und dem öffentlichen Teil in der Stadt platzieren wir St.Gallen als globalen Dialogstandort mit internationaler Perspektivenvielfalt», sagt Dr. Gunnar Hauptmann, Programmleiter und designierter Geschäftsführer des St. Gallen Symposiums. Die Formate in der Stadt regen in inspirierender Atmosphäre zum gesellschaftlichen Austausch in global turbulenten Zeiten an. Die Online-Anmeldung für «St. Gallen Symposium in Town» vorab ist empfehlenswert.


Auf der Webseite finden Sie aktuelle Details zu Programm und allen Referierenden.     

Zum St. Gallen Symposium 2026

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