«Piece of art» bezeichnet im Englischen ein greifbares Werk. Die wörtliche deutsche Übersetzung «Kunst-Stück» bezieht sich hingegen auf eine Tätigkeit. In diesem Spannungsfeld betrachten wir die Entstehung von Kunstwerken und deren Integration in den Alltag. Vorreiter von dessen ästhetischer Überhöhung war der Jugendstil, der Kunst als Schmuck des Lebens definierte.
An der Universität St. Gallen leben täglich Tausende von Personen mit Kunstwerken. Auch die Mode bedient sich künstlerischer Inspiration. Abseits der Akademia wird der sogenannten Aussenseiterkunst zunehmende Aufmerksamkeit zuteil. Kunstschaffenden bedeutet ihre Tätigkeit Beruf(ung), während sich Sammler:innen auf der Seite leidenschaftlicher Rezeption bewegen.
Die Vorlesungsreihe widmet sich der Kunst als Lebens-Mittel ohne physikalische Kalorien, das umso mehr kulturellen Nährwert bietet.
21.9., 28.9., 5.10., 12.10. Prof. Dr. Monika Kritzmöller, Designsoziologin und Lehrbeauftragte, Universität St.Gallen