Es beginnt unscheinbar, doch am Ende ist vieles anders. Religiös motivierte Reformbewegungen und gesamtgesellschaftliche Umgestaltungen sind eng miteinander verbunden.
Die Vorlesungsreihe beschreibt sechs Momente, in denen das Christentum seine Zeit und sein Umfeld mitformte – von den sozialen Sprengkräften der urchristlichen Gemeinden über die radikale Armutsprovokation des Franziskus bis zur stillen Selbsterneuerung der katholischen Kirche nach der Reformation.
Welche gesellschaftlichen, politischen und geistigen Kräfte trieben diese Aufbrüche an? Und was bleibt, wenn der Staub sich legt? Sechs Vorlesungen, sechs Epochen, ein roter Faden: die kreative und bisweilen explosive Wechselwirkung zwischen religiösem Impuls und historischem Kontext.
16. September Frauen, Sklaven, Heiden – Jesus von Nazareth und die urchristlichen Gemeinden
23. September Die Anfänge des Mönchtums – Die Wüstenväter und Benedikt von Nursia
30. September Die Provokation der Armut – Franziskus und die Entstehung der Bettelorden
7. Oktober Friedfertige Revolutionäre – Die Täuferbewegung
14. Oktober Der heimliche Umbruch – Die Erneuerung der katholischen Kirche in der Gegenreformation
21. Oktober The Promised Land – Das Christentum in den USA
Leitung | Pfarrer Markus Anker, Universitätsseelsorger, Universität St.Gallen