Es reicht nicht, zu fragen, was algorithmische Systeme mit uns machen. Wir müssen auch bedenken, was wir mit ihnen machen. Wie füttern wir solche Systeme mit unseren Geschichten und Gefühlen? Die Gefühlsregungen, die wir Menschen ausdrücken, stützen eine weitergehende These: Gefühle sind formgebende soziale Kräfte.
Diese Betonung des Gefühls ist auch für aktuelle Diskussionen über KI relevant. ChatGPT ist ein praktisches Werkzeug. Dennoch besteht weithin die Ansicht, dass die Nutzung von LLMs schädlich ist und dass die Folgen davon unser Leben in verschiedener Hinsicht beeinträchtigen, von kognitiven und sozialen bis hin zu wirtschaftlichen und planetarischen Aspekten. Umso wichtiger ist eine präzise Erforschung der Gestaltungsprozesse, die unser Selbstbild und unsere Wahrnehmung der Welt bei der Interaktion mit KI-Chatbots beeinflussen.
Die Veranstaltung findet in Englisch statt und ist hybrid. ID: 398 775 061 768 737 / Passcode: 6F5D6H4Q