Eine Reihe interaktiver Events lädt Facultymitglieder und Fortgeschrittene Forschende an der Universität St.Gallen dazu ein, neue Ideen zu gewinnen, innovative Tools kennenzulernen, und Wissen zu akademischer Führung zu erweitern. Basierend auf einer Vielfalt von Erkenntnissen, u.a. auch aus einer Studie zu akademischer Führung an der HSG, werden Teilnehmende weiter befähigt, sowohl den Potentialen, als auch den Herausforderungen der Führung mit erweitertem Verständnis und neuen Fähigkeiten zu begegnen.
Dauer: 1.5 Stunden über den Mittag
Zielgruppe: Grundsätzlich Assistenz-, Assoziierte und Ordentliche Professuren, sowie Ständige Dozierende und Fortgeschrittene Forschende - ab Postdoc
Sprache: Deutsch/Englisch; die Sprache orientiert sich an der Gruppe. Das Material ist deutschsprachig.
Anmeldung: Plätze werden nach Anmeldereihenfolge vergeben (first come, first served). Die jeweiligen Anmeldelinks finden sich untenstehend.
Das Team Faculty Development ist gerne bei allfälligen Fragen und Feedback erreichbar unter fd@unisg.ch.
Änderungen vorbehalten.
Exzellente Forschung und herausragende Lehre allein genügen im Hochschulalltag oft nicht. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen übernehmen zugleich Führungsverantwortung: Sie leiten Forschungsgruppen, koordinieren Teams, begleiten Nachwuchswissenschaftler:innen, gestalten Kooperationen und bewegen sich in organisationalen Strukturen mit vielfältigen Erwartungen und Interessen.
Doch was bedeutet gute Führung in einem Umfeld, das von hoher Autonomie, disziplinären Eigenlogiken und komplexen Entscheidungsprozessen geprägt ist?
Unser Forschungsprojekt zu Führung an der HSG zeigt: Auf diese Frage gibt es mehr als eine Antwort. Die Anforderungen an Führung unterscheiden sich zwischen den Schools und wissenschaftlichen Disziplinen. Führung wird höchst unterschiedlich verstanden, gelebt und bewertet. Auch existieren unterschiedliche Verständnisse davon, was gute Führung ausmacht.
Im Lunchtalk stellen wir die sieben «HSG-Führungsstile» vor, die wir im Rahmen des Projekts identifiziert haben. Wir diskutieren, welche Annahmen über Führung ihnen zugrunde liegen, welche Potenziale sie eröffnen und welche Herausforderungen bzw. Risiken mit ihnen verbunden sind. Die Veranstaltung lädt dazu ein, die eigene Führungspraxis zu reflektieren und neue Perspektiven auf Führung in der Wissenschaft zu gewinnen.
Gute Führung als Nährboden für Kreativität, Produktivität und gelingende Beziehungen
Donnerstag, 05.11.2026, 12:30-14:00
Inspirierende Forschungsergebnisse beginnen immer mit der Zusammenarbeit: Wer macht was? Bis wann? Und mit wem?
Eine gute Planung bietet hier ein wichtiges Fundament, ist jedoch nicht alles. Wie kann gute Führung hier einen Nährboden für Kreativität, Produktivität und gelingende Beziehungen schaffen?
Wie schaffen wir es, unser Team und uns selbst resilienter im Umgang mit Herausforderungen aufzustellen?
Dienstag, 01.12.2026, 12:30-14:00
Schon wieder ein Antrag oder ein Paper abgelehnt? Die Leistungsträgerin im Team fällt kurz vor der entscheidenden Deadline im Projekt längerfristig aufgrund von Krankheit aus?
Forschung ist nicht frei von Krisen. Entscheidend ist dabei, wie wir mit ihnen umgehen. Wie schaffen wir es, unser Team und uns selbst resilienter aufzustellen?
Führung in der Wissenschaft wird nicht im Seminarraum vermittelt, sie entwickelt sich im akademischen Alltag. Dort, wo Forschungsgruppen geleitet, Nachwuchsforschende begleitet, Konflikte bearbeitet, Kooperationen aufgebaut und anspruchsvolle Entscheidungen getroffen werden.
Aus unserem Forschungsprojekt zu den «HSG-Führungsstilen» wissen wir: Wissenschaftler:innen verstehen und praktizieren Führung sehr unterschiedlich. Je nach Disziplin, Fachkultur, Karrierephase und organisationalem Umfeld entstehen unterschiedliche Herausforderungen und Dilemmata. Gleichzeitig findet hierzu wenig Austausch statt - Wissenschaftler:innen stehen mit ihren Führungsfragen oft alleine da.
Mit unserem Peer-Coaching-Angebot schaffen wir einen vertraulichen Raum für den kollegialen Austausch. In einer festen Gruppe von Kolleginnen und Kollegen reflektieren Sie konkrete Führungssituationen aus Ihrem Berufsalltag, gewinnen neue Perspektiven und entwickeln gemeinsam tragfähige Handlungsoptionen.
Das Format verbindet wissenschaftlich fundierte Impulse zu Führung im Hochschulkontext mit dem Erfahrungswissen der Teilnehmenden. Im Mittelpunkt stehen die konkreten Fragen und Interessen der Teilnehmenden, etwa die Führung von Teams, die Begleitung von Nachwuchswissenschaftler:innen, die Gestaltung von Zusammenarbeit, oder der Umgang mit Konflikten.
Das Peer-Coaching bietet die Möglichkeit,
• die eigene Führungsrolle bewusster zu gestalten,
• von den Erfahrungen anderer Wissenschaftler:innen zu profitieren,
• neue Handlungsstrategien für anspruchsvolle Führungssituationen zu entwickeln,
• das persönliche Führungsverständnis zu schärfen und
• ein tragfähiges Netzwerk für den kontinuierlichen Austausch aufzubauen.
Das Peer-Coaching steht allen Ordentlichen, Assoziierten und Assistenzprofessorinnen sowie Ständigen Dozierenden offen. Eingeladen sind Kolleginnen und Kollegen aller Schools, gemeinsam über die Disziplingrenzen hinaus die Herausforderungen akademischer Führung zu reflektieren und neue Perspektiven für die eigene Praxis zu gewinnen.
Wir starten im Lunch-Talk Format mit einem ersten Austausch, schärfen die bestehenden Erwartungen und vereinbaren konkrete Zielsetzungen für drei weitere, durch die Gruppe noch zu vereinbarende Termine im FS 27.
Im Frühjahrssemester 2027 wird es weitere Events zur Selbst- und Mitarbeitendenführung geben.
"Academic Leadership an der HSG" ist ein Projekt, das von swissuniversities im Rahmen des Programms Chancengerechtigkeit gefördert wird und unter der Leitung von Prof. Dr. Julia Nentwich steht. Hierin werden die für die HSG spezifischen Führungsherausforderungen untersucht und für verschiedene Weiterbildungsformate an der HSG didaktisch aufbereitet.