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Forschung - 24.11.2021 - 00:00

HSG-Studie bestätigt: Olma Messen bringen Stadt und Region viel

Eine neue Studie des Instituts für Systemisches Management und Public Governance der Universität St.Gallen (IMP-HSG) beleuchtet die regionale Bedeutung der Olma Messen St.Gallen. Fazit der heute publizierten Studie: Mit den Aktivitäten der Olma Messen sowie den Ausgaben ihrer Messeaussteller und -besuchenden sowie der Veranstalter und Teilnehmenden sind erhebliche regionalwirtschaftliche Effekte verbunden.

24. November 2021. Aus der Geschäftstätigkeit der Olma Messen St.Gallen – den Messen, Kongressen und Events – resultieren vielfältige wirtschaftliche Effekte für die Stadt St.Gallen und die Ostschweiz. Dies belegt eine neue Studie des IMP-HSG. Untersucht wurde, welche Wertschöpfung die Olma Messen St.Gallen für die Stadt selbst und die Ostschweiz generieren, wer davon profitiert und welche weiteren Effekte die Genossenschaft auf die Region hat. Die Analysen der Studie beziehen sich dabei auf das Jahr 2019. Aufgrund der Corona-Pandemie kamen die Aktivitäten der Olma Messen im Jahr 2020 fast gänzlich zum Erliegen. Für die Studie haben die Forschenden eine regionalökonomische Analyse der Kaufkraft- und Wertschöpfungseffekte, eine Online-Befragung der Hotellerie und der Privatvermieter in der Destination St.Gallen-Bodensee sowie eine Medienanalyse durchgeführt.

Dr. Roland Scherer, Direktor am IMP-HSG und Leiter der Studie, zu den Ergebnissen: «Die Messe- und Ausstellungsaktivitäten der Olma Messen entfalten nicht nur einen erheblichen Beitrag für die Wertschöpfung und Beschäftigung in der Region St.Gallen, sondern sind auch Schaufenster und Plattform der regionalen Wirtschaft und tragen zum Image von Stadt und Region bei.»

177 Millionen Franken Umsatz, 1350 Vollzeitstellen

Die Studienergebnisse zeigen, dass die Messen und Veranstaltungen der Olma Messen mit ihren Ausstellerinnen und Ausstellern, Veranstalten und Besuchenden im Geschäftsjahr 2019 Gesamtumsätze in Höhe von rund 294 Millionen Franken generierten. Davon fielen rund 177 Millionen Franken in der Ostschweiz (in den Kantonen AI, AR, SG und TG) an. Die direkten und indirekten Umsätze für Stadt und Agglomeration St.Gallen betrugen rund 141 Millionen Franken.

Mit den Aktivitäten der Olma Messen waren 2019 in der Ostschweiz direkte, indirekte und induzierte Beschäftigungseffekte von rund 1350 Vollzeitstellen zu beobachten – rund vier Fünftel sind auf die Stadt und Agglomeration St.Gallen zurückzuführen. Die indirekten Beschäftigungseffekte betrafen insbesondere das Gastgewerbe, den Handel sowie die wirtschaftsnahen Dienstleistungen. Für Beherbergungsbetriebe in der Stadt und Agglomeration St.Gallen stellen die Messen und Veranstaltungen der Olma Messen ein sehr relevantes Nachfragesegment dar. Bei den Veranstaltungen sind es vor allem die nationalen und internationalen Fachkongresse, die in grösserem Umfang Übernachtungen generieren. Für die Betriebe in der weiteren Tourismusregion St.Gallen-Bodensee entfalten einzelne Messen und Veranstaltungen wie die OLMA oder grössere Fachkongresse eine spürbare Nachfrage. Die Aktivitäten der Olma Messen St.Gallen sind mit einem geschätzten Einkommens-, Gewinn- und Mehrwertsteueraufkommen von 18 bis 23 Millionen Franken verbunden.

Drei Hebel zur Stärkung der regionalen Wirkung

Im Rahmen der Studie wurden drei mögliche Hebel für die Stärkung der regionalen Wirkung identifiziert: die Steigerung der Anzahl regionaler Anbieter an den Publikumsmessen, den Auf- und Ausbau von Fachmessen sowie die Steigerung der Anzahl von Kongressen mit nationaler oder internationaler Ausstrahlung. Für das Gelingen dieser Stärkung braucht es einerseits eine Weiterentwicklung des bisher vor allem ländlich traditionell geprägten Images sowie andererseits ein enges Zusammenspiel in Strategie und Vermarktung mit der Standortförderung der Stadt St.Gallen und St.Gallen-Bodensee-Tourismus.

Wirkungsstudie zur Schärfung der Strategie

Die Wirkungsstudie der Universität St.Gallen hat zur Schärfung der Strategie der Olma Messen St.Gallen beigetragen, die in den vergangenen Monaten weiterentwickelt wurde. Im Bereich der Messen liege der strategische Fokus im Aufbau und der Akquisition von Fachmessen sowie der nachhaltigen Entwicklung der OLMA. «Ziel ist es, dass die OLMA auch in zehn Jahren noch so erfolgreich ist wie heute; dafür müssen wir investieren und uns mit unserer Kundschaft und dem Markt entwickeln», so Christine Bolt, Direktorin der Olma Messen St.Gallen. Im Bereich CongressEvents will die Genossenschaft vermehrt als Co-Veranstalterin agieren und sich gemeinsam mit regionalen Institutionen und Unternehmen der Organisation von Kongressen und Events widmen. Zudem sieht die neue Strategie vor, die Beratungstätigkeit der hauseigenen Event-Agentur merklich auszubauen.

«Wir sind aufgrund unserer Trägerschaft und unserer Rechtsform als Genossenschaft der Region und unseren Eigentümern verpflichtet – und uns unserer Verantwortung bewusst. Und wir sind davon überzeugt: Wenn wir als Region zusammenstehen, gelingt es uns, die Chancen der Halle 1 zu nutzen und damit die Region nachhaltig zu stärken, auf verschiedenen Ebenen», so Christine Bolt. Die Halle 1 bietet nicht nur vielfältige Möglichkeiten für neue Messen und grosse Kultur- und Sportveranstaltungen, auch verschafft sie dem ganzen Gelände mehr Spielraum während den Spitzenzeiten.

Die Studie zum Download sowie weitere Informationen finden Sie im Internet unter: www.imp.unisg.ch/de/imp-publikationen

Bild: Olma Messen St.Gallen

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