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Campus - 15.01.2026 - 09:26 

HSG-Alumni-Team gewinnt extremes Ruderrennen über den Atlantik

Ein Boot mit drei HSG-Alumni an Bord hat das weltweit härteste Ruderrennen gewonnen. Das Team 44 West war dafür 31 Tage auf dem Atlantik unterwegs und legte rund 5000 Kilometer nur mit Muskelkraft zurück. Dabei sammelten die Extremsportler auch Geld für den Wiederaufbau von Korallenriffen.
Das Team 44 West (von links nach rechts): Lorenzo Henseler, Matthias Fernandez, Luca Fayd'Herbe de Maudave und Julian Müller.

(Bild: World's Toughest Row)

Am 14. Januar gegen Mitternacht Schweizer Zeit war der Jubel beim Team 44 West grenzenlos: Nach rund 31 Tagen auf dem Atlantik überquerte das Team auf der karibischen Insel Antigua als Erste das Ziel des Ruderrennens «World’s Toughest Row». Das Team: Die HSG-Alumni Lorenzo Henseler, Luca Fayd’herbe de Maudave und Julian Müller sowie ETH-Absolvent Matthias Fernandez. Alle vier haben Rudersport auf Hochleistungsniveau betrieben und haben Erfahrung und Titel an internationalen Wettkämpfen geholt. 

Nun holten sie mit einer Zeit von 31 Tagen, 8 Stunden und 8 Minuten und deutlichem Vorsprung den Sieg im extremsten Ruderrennen der Welt: Fast 5000 Kilometer legten sie bei der Atlantiküberquerung rudernd zurück, hatten mit Seegras zu kämpfen, das sich im Steuerruder verfing und sahen auf dem offenen Meer Delfine und Buckelwale.

Zwei Teammitglieder sassen jeweils für etwa zwei Stunden an den Rudern, dann gabs einen Schichtwechsel. Dazwischen hiess es möglichst gut erholen, bis zu 5000 Kalorien täglich aufnehmen und ein wenig Schlaf finden. Über ihren Instagram-Kanal schickte das Team immer wieder Updates an Interessierte, Freunde und Familie.

An Bord ihres Boots «La Luna» - dieses hatten sie mit einem Crowdfunding finanziert – hatten die HSG- und ETH-Absolventen sämtliche Versorgung und Technik selbst dabei. Dazu gehören etwa ein Funkgerät, Kochgeräte, eine Wasseraufbereitungsanlage, diverses Sicherheitsmaterial, ein Rettungsboot oder abgepackte «Foodbags». Das Boot hat auch eine kleine Kabine. Sicherheit wird beim Rennen gross geschrieben: Die Teams werden rund um die Uhr via GPS getrackt, sind täglich mit den Organisatoren in Kontakt und erhalten Updates zu Wetter und anderen Faktoren.

Euphorisch und körperlich gezeichnet

Die vier jungen Schweizer waren am Ziel in Antigua bei strahlendem Karibikwetter euphorisch, aber auch körperlich gezeichnet von den Strapazen. Zur Feier zündeten die vier jungen Männer noch auf dem Boot die Notsignalfackeln, die sie auf dem Meer glücklicherweise nicht gebraucht hatten. An Land gabs beim Sieginterview dann zuerst ein paar Dosen Cola für die Extremsportler. 

Mit ihrer Teilnahme am Rennen unterstützen die vier auch die Biodidversität des Meeres: Mit einem Crowdfunding fördern sie den Bau eines Koreallenriffs auf den Philippinen. Das ETH Spin-off rrreefs wird mit dem Betrag ein künstliches Riff aufbauen, das dann natürlich besiedelt wird. So wird die Biodiversität gefördert. Bislang hat 44 West fast 40’000 Franken gesammelt, bis am 21. Januar kann man noch spenden. 

Das World’s Toughest Row zählt zu den extremsten Herausforderungen im Ausdauersport: Mitte Dezember 2025 starteten über 40 Teams aus aller Welt auf der Atlantik-Route des legendären Ruderrennens. Der Start erfolgte traditionell in San Sebastián auf La Gomera (Kanarische Inseln), von wo aus die Teilnehmer rund 4.800 km – etwa ein Achtel des Weltumfangs - quer über den Atlantik rudern; ohne motorisierte oder windunterstützte Hilfsmittel.

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