Leute - 27.02.2026 - 11:30
Die Mission des neuen Institute for Responsible Innovation, Sustainability and Energy (RISE-HSG) besteht darin, mithilfe wissenschaftlicher Erkenntnisse und wirkungsvoller Lehre unternehmerische Führungskräfte in die Lage zu versetzen, positive Lösungen für die globalen Herausforderungen in den Bereichen Nachhaltigkeit und Klima zu gestalten.
Rektor Manuel Ammann eröffnete die Veranstaltung und ordnete RISE in die strategische Ausrichtung der Universität St.Gallen ein. Nachhaltigkeit, verantwortungsvolle Innovation und Energiefragen seien gerade in der heutigen Zeit zentrale Herausforderungen für Wirtschaft und Gesellschaft.
Die drei RISE-Direktorinnen und -Direktoren Charlotta Sirén, Judith Walls und Rolf Wüstenhagen zeigten anschliessend auf, wofür das neue Institut steht: interdisziplinäre Forschung, innovative Lehre, enge Zusammenarbeit mit Partnern in Wirtschaft und Gesellschaft, und die Kombination aus lokaler Verankerung und internationaler Ausstrahlung. Mit 32 Mitarbeitenden verfügt RISE über eine breite Kompetenz in seinem Themenfeld.
In vier Diskussionsrunden, moderiert von RISE-Dozierenden, äusserten wichtige Anspruchsgruppen ihre Erwartungen an das neue Institut. Den Auftakt machte das Deans' Panel. Björn Ambos (SoM-HSG), Martin Eling (SoF-HSG) und Patrick Emmenegger (SEPS-HSG) wünschten sich, dass RISE Brücken schlagen möge – zwischen Disziplinen, zwischen Forschung und Lehre sowie zwischen Universität und Praxis.
Als nächstes kamen die Studierenden zu Wort. Der Präsident der Studentenschaft und Vertreterinnen der Student Boards der Zertifikatsprogramme Integrative Sustainability Management (SuM) und Managing Climate Solutions (MaCS) formulierten ihre Erwartungen an die Lehre in den Bereichen Nachhaltigkeit, Energie und verantwortungsvolle Innovation. Aus Sicht der Studierenden sollten die innovativen Lehrprogramme in diesem Bereich mehr Sichtbarkeit auf dem Campus bekommen. Auch ein weiterer Ausbau interdisziplinärer Studienangebote wurde angeregt.
Im zweiten Teil der Veranstaltung rückten gesellschaftliche und unternehmerische Perspektiven in den Mittelpunkt. Im Social Partner Panel diskutierten unter anderem Vertreterinnen und Vertreter von WWF, Oceancare sowie der Stadt St. Gallen, welche Rolle Wissenschaft in einer zunehmend polarisierten Debatte übernehmen kann. Karin Hungerbühler, Leiterin Umwelt und Energie, hob die wertvollen Impulse hervor, die sich für die Stadt aus der Zusammenarbeit mit Studierenden und Dozierenden für die Erreichung der städtischen Klimaziele ergeben.
Im Corporate Partner Panel diskutierten Führungskräfte von AMAG, BKW, Catchfree und Hansgrohe, welchen Beitrag RISE im Umfeld der globalen Nachhaltigkeitsherausforderungen leisten könne. Im Bereich Energie und Mobilität sind klimafreundliche Lösungen heute technologisch ausgereift, die Herausforderung für Länder wie die Schweiz liegt darin, das Tempo der Umsetzung zu erhöhen und systemische Lösungen zu implementieren. Das aktuelle wirtschaftliche und geopolitische Umfeld wurde dabei nicht nur als Herausforderung, sondern auch als Chance für unternehmerische Lösungen gesehen.
Den Abschluss bildete eine Poster-Session mit Apéro. Die Forschenden präsentierten laufende Projekte und diskutierten mit Gästen aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft. Der informelle Austausch zeigte, was RISE auszeichnet: Offenheit, Vernetzung und der Wille, gemeinsam tragfähige Lösungen zu entwickeln.
Mit der offiziellen Eröffnung ist RISE nun auch symbolisch gestartet. Das neue Institut bündelt die Kompetenzen der HSG in den Bereichen Nachhaltigkeit, Innovation und Energie und bietet in einer Zeit globaler Umbrüche Orientierung.
Bilder: Robert Stürmer (STÜRMER FOTO)
