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Campus - 31.03.2026 - 10:30 

In St.Gallen entsteht ein «HSG ETH Student Project House»

In St.Gallen entsteht ein HSG ETH Student Project House. Das «Schwesterprojekt» zum etablierten ETH Student Project House in Zürich ist das erste Gemeinschaftsprojekt zwischen ETH Zürich, Universität St.Gallen und START Foundation. Es schafft einen offenen Ort, an dem Studierende aus St.Gallen und Zürich eigene Ideen verfolgen, gemeinsam an Projekten arbeiten, experimentieren und voneinander lernen können.
Das HSG ETH Student Project House entsteht auf dem START-Campus in St. Gallen. Bild: Vitra AG

Die ETH Zürich, die START Foundation und die Universität St.Gallen (HSG) gehen eine mehrjährige Partnerschaft ein. Gemeinsam und mit Unterstützung des Kantons St.Gallen wird am START Campus als Pilotprojekt das HSG ETH Student Project House (HSG ETH SPH) aufgebaut und betrieben. Bereits im zweiten Quartal 2026 soll es die Türen für HSG- und ETH-Studierende öffnen. Der Fokus der Aktivitäten liegt auf Talentförderung, Innovation, Stärkung des Nachhaltigkeitsbewusstseins sowie dem Aufbau iterativer Kompetenzen der Studierenden bei der Verfolgung von praktischen Projekten. Bereits bis Ende 2026 sollen 50 multidisziplinäre Projekte im HSG ETH SPH initiiert worden sein.  

«Das HSG ETH Student Project House passt ideal zur Strategie, die wir an der Universität St. Gallen verfolgen», so Prof.  Dietmar Grichnik, Prorektor für Innovation und Qualität, der das Projekt seitens HSG verantwortet. «Es stärkt gezielt die Talentförderung und den Anspruch auf Exzellenz in der Ausbildung. Gleichzeitig ist es ein wichtiger Schritt, um St. Gallen als Start-up-Standort weiterzuentwickeln und die HSG durch die Zusammenarbeit mit technischen Hochschulen noch stärker im Innovationsökosystem zu verankern.» Dr. Judith Zimmermann, Leiterin der Abteilung für Lehre und Lernen an der ETH Zürich, sagt zum Gemeinschaftsprojekt: «Das Student Project House lebt davon, dass Studierende Verantwortung übernehmen und in Teams an selbst gewählten Problemstellungen experimentieren können. Je breiter die Kompetenzen in diesen Teams gefächert sind, desto grösser der Lerneffekt. Die Partnerschaft mit der HSG ist dafür sehr wertvoll.» 

Finanzierung und Infrastruktur sichergestellt

Damit das Projekt starten kann, steuert der Kanton St.Gallen zusammen mit Mitteln aus der Neuen Regionalpolitik des Bundes eine initiale Finanzierung in Höhe von 1.2 Millionen Franken für die ersten drei Jahre bei. Dies im Rahmen der Initiative der Regierung, die Standortattraktivität und Innovationskraft des Kantons zu erhöhen. «Mit dieser Investition fördern wir gezielt studentische Initiative bottom-up», sagt Regierungspräsident und Volkswirtschaftsdirektor Beat Tinner. «Das ist eine wichtige Ergänzung zur Strategie für die Förderung von Start-ups. St.Gallen soll zur ersten Wahl für Gründerinnen und Gründer werden. Damit dies gelingt, müssen wir auf allen Stufen ein attraktives Angebot bieten – von der Idee bis zur Skalierung.» 

Die START Foundation stellt eine funktionierende und bedarfsgerechte Infrastruktur im START Campus an der Unterstrasse 6 zur Verfügung, nur wenige Gehminuten vom Bahnhof St.Gallen entfernt. «Künstliche Intelligenz verändert unsere Wirtschaft und Gesellschaft grundlegend. Mit dem HSG ETH Student Project House schaffen wir einen Ort, an dem Studierende über Disziplinen hinweg iterativ an praktischen Herausforderungen arbeiten, voneinander lernen und Kompetenzen entwickeln, die es für diese neue Realität braucht», so Sebastian Novotny, Geschäftsführer der START Foundation. Die langfristige Finanzierung soll durch Stiftungen, öffentliche Institutionen und private Gelder sichergestellt werden und liegt in der Verantwortung der START Foundation. Die Hilti Foundation hat bereits eine signifikante Unterstützung für die ersten drei Jahre zugesagt, weil sie in dem interdisziplinären Ansatz des Projektes grosses Potenzial sieht. 

Bild: Vitra AG

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