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Campus - 20.01.2026 - 09:12 

HSG-Studierende unterstützen St.Galler Gassenküche

HSG-Studierende haben in der St.Galler Gassenküche mitgearbeitet. Nun sammeln die Studierenden auch Spenden für die soziale Institution. 
HSG-Studierende bei der Essensausgabe in der Gassenküche St.Gallen.

«Uns war wichtig, soziale Verantwortung nicht abstrakt zu behandeln, sondern dort anzupacken, wo Hilfe unmittelbar gebraucht wird», sagt HSG-Student Maximilian Daugeras.  Mit diesem Anspruch hat er gemeinsam mit seinen Kommilitonen Tibauld Vincent, Hannes Dörting und Leonardo Del Mondo einen Tag lang in der St.Galler Gassenküche der Stiftung Suchthilfe mitgearbeitet. Die soziale Institution verpflegt Menschen mit Alkohol-, Drogen- oder Verhaltensproblemen mit günstigen Mahlzeiten und bietet ihnen einen Raum für Kontakte sowie weitere Unterstützung. 

Studierende setzen kleine soziale Projekte in der Region um

Die fünf Studierenden arbeiteten im Rahmen des HSG-Masterkurses «Nachhaltige Startups» im Dezember 2025 in der Gassenküche. In diesem Kurs setzen Studierende innerhalb weniger Monate kleine soziale oder ökologische Projekte um. Deren Ziel ist es, regionalen Impact zu erzeugen und zugleich das unternehmerische Denken der Studierenden zu fördern.

Die Gassenküche erschien der Gruppe als passender Ort, um mit einem Einsatz möglichst viel Wirkung zu haben: lokal verankert, niederschwellig und mit direktem Kontakt zu Menschen in prekären Lebenslagen. «Wir wollten nicht nur über Probleme sprechen, sondern konkret vor Ort unterstützen», sagt Daugeras.

Studierende sammeln Spenden

Vor Ort übernahmen die Studierenden Aufgaben im regulären Küchenbetrieb. Sie halfen bei der Vorbereitung der Mahlzeiten, beim Kochen, bei der Essensausgabe sowie beim anschliessenden Reinigen und Aufräumen. Besonders eindrücklich waren die Begegnungen während der Essensausgabe. «Kurze Gespräche, Dankbarkeit, aber auch Zurückhaltung und Distanz – alles existierte nebeneinander», berichtet Daugeras. 

Der Einsatz habe ihren Blick auf soziale Arbeit verändert. Einrichtungen wie die Gassenküche spielten eine zentrale Rolle für Stabilität und Würde im Alltag vieler Menschen. Diese Arbeit sei kontinuierlich, oft unsichtbar und gesellschaftlich dennoch unverzichtbar. 

Auch über den einmaligen Einsatz hinaus wollen die Studierenden helfen: Als Gruppe führen sie nun eine eigenständige Spendeninitiative weiter, um die Arbeit der Gassenküche zu unterstützen. 

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