Reinhard Meys Lied «Der Mörder ist immer der Gärtner» erschien 1971, fünf Jahre vor dem Tod Agatha Christies, der bekanntesten Vertreterin des von Mey parodierten klassischen Kriminalromans. Zum fünfzigsten Todestag Christies im Jahr 2026 unternimmt die Vorlesung einen Streifzug durch die Geschichte der literarischen Ästhetisierung des Mordes. Sie beginnt im Zeitalter der Aufklärung mit Friedrich Schillers «Der Verbrecher aus verlorener Ehre», von dem aus sich das fiktionale Morden zu einem der populärsten Genres des entstehenden Printmarkts entwickelte – und zeigt, wie viel Kunst in sogenannter Trivialliteratur steckt. Neben Schiller werden E.T.A. Hoffmann, Edgar Allan Poe, Theodor Fontane, Arthur Conan Doyle und natürlich Agatha Christie behandelt, die dem Kriminalroman ihrer Zeit das Prädikat «klassisch» verlieh.
17.2., 24.2., 3.3., 10.3., 17.3., 24.3. Prof. Dr. Ulrike Landfester, Professorin für Deutsche Sprache und Literatur, Universität St.Gallen