Angesichts der weltweit sich ausbreitenden autoritären, nationalistischen und oft auch totalitären politischen Bewegungen, die sich wie der Faschismus durch einen Personenkult um einen charismatischen Führer, die Unterdrückung Andersdenkender und die Mobilisierung der Bevölkerung durch Propaganda und Gewalt kennzeichnen, untersucht die Vorlesung, wie Gesellschaft und Staat im Kanton St.Gallen in der Zwischenkriegszeit auf die Politik der faschistischen Nachbarländer Italien und Deutschland reagierten.
Dabei geht die Vorlesung einerseits der Frage nach, wie weit im Kanton St.Gallen autoritäres und antisemitisches Gedankengut aufgenommen wurde. Andererseits untersuchen wir, wie die Bevölkerung sich gegen die faschistische Bedrohung zur Wehr setzte und dennoch während des Zweiten Weltkriegs als Teil des nationalsozialistischen Wirtschaftsraums die NS-Herrschaft in Europa stützte.
3.3., 10.3., 17.3. Dr. Max Lemmenmeier, Historiker, St.Gallen