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Campus - 30.03.2026 - 07:00 

HSG-Community gibt Workshops zu Fake News und Demokratie für Kantonsschule

Wie entstehen Fake News und was bedeuten sie für die Demokratie? Eine Workshop-Reihe von HSG-Dozierenden und -Studierenden brachte St.Galler Kantonsschüler:innen diese Fragen näher.
HSG-Studierende und Kantonsschüler in der Diskussion.

Wie lässt sich Demokratie im digitalen Zeitalter verstehen – und verteidigen? Dieser Frage widmeten sich HSG-Studierende und -Dozierende in einer Reihe von Workshops für Schüler:innen der Kantonsschule am Brühl. Im Zentrum stand dabei am 26. März an der HSG ein aktuelles Thema: der Umgang mit Fake News.

Die Workshop-Reihe wurde auf Anfrage der Schule konzipiert, die dem Thema «Demokratie und Fake News» einen Tag widmete. «Die Workshops sollten möglichst interaktiv sein und sowohl Lehrpersonen als auch Schüler:innen einen konkreten Zugang zu den Themen ermöglichen», sagt Gulnaz Partschefeld, Leitern des HSG Events Office, die das Workshop-Programm an der HSG zusammengestellt hat. Neben der HSG beteiligten sich weitere St.Galler Institutionen an der Initiative, darunter beispielsweise die Fachhochschule OST, die Pädagogische Hochschule oder das Programmkino Kinok. 

Von Demokratie bis KI-Einfluss

Inhaltlich setzten die Workshops bewusst auf unterschiedliche Perspektiven. Diese reichten von demokratietheoretischen Grundfragen bis hin zu aktuellen Herausforderungen der digitalen Informationswelt. So wurde etwa im Workshop «Demokratische Neugier» von HSG-Philosophieprofessorin Christine Abbt gemeinsam mit Studierenden diskutiert, warum Neugier eine zentrale Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe und damit Demokratie ist.

Nach einer Einführung von Abbt diskutierten die Schüler:innen in Gruppen diverse Fragen - zum Beispiel, wie die demokratische Neugier in einer digitalisierten Gesellschaft gestärkt werden kann. Die Moderation der Diskussionen übernahmen HSG-Studierende. Sie leisteten dies im Rahmen des HSG-Kurses «Herausforderung Demokratie», den sie im Frühjahrssemester 2026 bei Abbt besuchen.

Andere Formate legten den Fokus stärker auf die Analyse von Wissen und Medien. Der Workshop «Das ist wissenschaftlich belegt…, oder?» von Carina Gröner, Leiterin des HSG Writing Lab, sensibilisierte für wissenschaftliche Standards und zeigte, wie sich fundierte Erkenntnisse von inszenierter Desinformation unterscheiden lassen. Und die HSG-Politikwissenschafter Klaus Dingwerth und Amber Zenklusen gingen grundlegen Fragen der Politologie zu Fake News auf den Grund - etwa, warum es überhaupt Fake News gibt und wie diese die Demokratie beeinflussen.

Im Workshop «Truth vs. Hype» von Gulnaz Partschefeld und Jacqueline-Gassr Beck wiederum ging es um aktuelle mediale Dynamiken: Wie entstehen Fake News im digitalen Raum? Welche Rolle spielen künstliche Intelligenz, Narrative und visuelle Inszenierungen? Und wie lassen sich Manipulationsmechanismen erkennen?

Schüler:innen erhalten Werkzeuge

Gerade im Spannungsfeld von Demokratie und Fake News werde deutlich, wie zentral die Fähigkeit zur kritischen Einordnung von Informationen sei, so Partschefeld. Ziel sei es, nicht nur für Probleme zu sensibilisieren, sondern konkrete Werkzeuge zu vermitteln: «Schülerinnen und Schüler sollen lernen, demokratische Diskurse zu verstehen und sich als informierte Akteurinnen und Akteure darin zu bewegen.»

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