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Studium und Militär

Die Studierenden / Wehrpflichtigen sind selbstverantwortlich für die frühzeitige Koordination zwischen Militär und Studium.

Die Schweizer Wehrpflicht ruht während des Studiums nicht, sondern geht diesem im Allgemeinen sogar vor. Um das Studium möglichst reibungslos abschliessen zu können, müssen mögliche Konfliktfälle frühzeitig erkannt und entsprechende Massnahmen getroffen werden.

Die Koordination von Dienstpflicht und Studium erfolgt sowohl durch Entgegenkommen seitens der Militär- bzw. Zivildienstbehörden als auch durch Kompromisse seitens der Universität. Die Militärische Verbindungsstelle berät Sie in all diesen Belangen und kann auch Ihre Interessen vertreten. Grundsätzlich müssen Sie jedoch selbst um die Koordination besorgt sein.

Als wichtigste Grundsätze haben sich herausgestellt:

    • Kümmern Sie sich frühzeitig!
    • Militärische wie auch zivile Behörden werden bei kurzfristigen Problemen immer inflexibler. Ab dem Zeitpunkt des ersten Kontakts, dem Orientierungstag, bis zum Abschluss Ihrer Grundausbildung sind Sie jederzeit über die Daten Ihres nächsten Dienstes informiert! Vergessen Sie diese nicht.
    • Die Daten der nachfolgenden Dienste entnehmen Sie dem Aufgebotsplakat evtl. einer persönlichen Dienstvoranzeige. Warten Sie keinesfalls auf den Marschbefehl!

Dienstliche Grundlagen
Konflikte zwischen Studium und Militärdienst sind entsprechend der gesetzlichen Priorität folgendermassen zu lösen:

  1. Suchen Sie eine Lösung von der zivilen Seite - also zB. Vereinbarungen mit Dozenten betreffend der Verschiebung eines Abgabetermins;
  2. Ist eine zivile Lösung nicht möglich, können Sie für einzelne Absenzen im Dienst ein Gesuch um persönlichen Urlaub stellen;
  3. Wenn keine zivile Lösung und militärisch kein persönlicher Urlaub möglich ist, stellen Sie ein Gesuch um Dienstverschiebung.

Militärische Fristen gehen dem Studium vor; evtl. muss dieses unterbrochen oder verschoben werden.

Universitäre Grundlagen
Im Falle kürzerer Absenzen sind an der Universität keine speziellen Vorkehrungen nötig; universitäre Termine (Einschreibung, Prüfungsanmeldung,...) bleiben aber bindend! Eine Information von Dozierenden und Übungsgruppen über bevorstehende Absenzen wird trotzdem erwartet.

Kollidieren unverschiebbare Dienste mit dezentralen Prüfungsleistungen, haben Sie Anspruch auf eine Alternativlösung. Auch dürfen Ihre dienstlichen Absenzen nicht negativ angerechnet werden. Den Modus können Sie mit dem Dozent:innen vereinbaren.

Für längere Dienste ist es möglich, sich in ein Urlaubs-Semester mit stark reduzierten Gebühren einzuschreiben, bzw. den Studieneintritt zu verschieben. Ausgenommen ist die Assessment-Stufe, die nur im Herbstsemester begonnen und nicht unterbrochen werden kann. In den folgenden Stufen ist die Beurlaubung während eines einzelnen Semesters meist problemlos, verlangt von Ihnen aber eine eigene Organisation des Curriculums.

Ein Studienunterbruch während eines ganzen Jahres ist in allen Fällen möglich und die freie Zeit kann mit Praktika und/oder Sprachaufenthalten sinnvoll genutzt werden. Das Studium wird danach direkt im Unterbrechungspunkt weitergeführt.

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