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Veranstaltungen - 01.11.2016 - 00:00 

Die Schweiz im internationalen Umfeld

Ab Dienstag, 8. November, analysieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, welche politischen Herausforderungen aufgrund der globalen Vernetzung auf die Schweiz zukommen. Die fünfteilige Vorlesung findet im Rahmen des Öffentlichen Programms der Universität St.Gallen statt.
Papierschiffe mit schweizer und europäischer Flagge, Konzept europäische Union, Freihandelsabkommen

2. November 2016. Die globale Vernetzung – gesellschaftlich, wirtschaftlich, politisch – schreitet unentwegt voran. Für Nationalstaaten, die diesen Prozess lenken, ihm aber auch unterworfen sind, entsteht so eine Vielzahl von Spannungsfeldern. Die Schweiz, im Herzen Europas gelegen, steht in dieser Hinsicht mit ihrer dynamischen, stark internationalisierten Wirtschaft und ihrem bedachten, auf Stabilität, Mitbestimmung und Konkordanz ausgerichteten politischen System heute vor ganz besonderen Herausforderungen.

Finanzplatz, Industrie, Tourismus
Der Finanzplatz Schweiz musste sich in den vergangenen Jahren auf verschiedenen Ebenen gegen starken wirtschaftlichen, politischen und rechtlichen Druck behaupten und steht heute mit dem Fall des Bankgeheimnisses inmitten einer Transformation fast fundamentalen Ausmasses. Mit der Entwicklung und den Herausforderungen des Finanzplatzes Schweiz befasst sich Prof. Dr. Manuel Ammann am 8. November. Auch der starke Franken setzt verschiedene Wirtschaftszweige zunehmend unter Druck. Als Konsequenz drohen volle Lager in der Exportindustrie. Prof. Dr. Thomas Friedli fragt sich deshalb am 15. November, ob die Schweizer Industrie am Scheideweg sei. Neben voller Lager in der Exportindustrie drohen auch leere Betten. Welche weiteren Konsequenzen und Herausforderung auf den Schweizer Tourismus zukommen, behandelt Prof. Dr. Pietro Beritelli am 22. November.

Steuerpolitik und Bilaterale Beziehungen
Umwälzungen gibt es auch in der internationalen Steuerpolitik. Die OECD hat der Steuervermeidung internationaler Grosskonzerne den Kampf angesagt und diesbezüglich auch den Druck auf die Schweiz weiter verstärkt. Prof. Dr. Patrick Emmenegger spricht am 29. November zum Spagat zwischen Wettbewerb und Kooperation in der Steuerpolitik. Ausserdem hat die Umsetzung des Masseneinwanderungsartikels in der Bundesverfassung die Beziehung der Schweiz zur Europäischen Union bereits jetzt bis auf das Äusserste strapaziert. Wie geht es weiter mit den Bilateralen? Dies beantwortet Lehrbeauftragte Dr. Constanze Semmelmann.

Die Vorlesungen finden an der Universität St.Gallen im Raum HSG 09-012 statt und beginnen jeweils dienstags um 18.15 Uhr. Daten: 8. November, 15. November, 22. November, 29. November und 6. Dezember.

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